[TEST] THE TECHNOMANCER

Mit The Technomancer schicken uns die Entwickler von Spiders (Bound by Flame) auf den Mars. Der rote Planet ist mittlerweile mit allerhand Menschen besiedelt, doch die politische Lage ist höchst unsicher und die Gesellschaft in Aufruhr.

Zu allem Übel sind auch noch die Wasservorräte äußerst knapp und immer mehr Menschen mutieren zu  entstellten Wesen, die nun vom Rest der Gesellschaft verstoßen werden und in die kargen Wüsten und dunklen Gassen der Marsmetropole verbannt werden. Die dikatorisch geleitete Regierung setzt auf die sogenannten Technomancer, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Eine eingeschworene Eliteeinheit, die in allerleih Kampftechniken geschult ist. Hier kommt ihr ins Spiel, als Hauptprotagonist Zachariah.

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Ersteindruck

Zu Beginn des Spiels wird uns in einer Zwischensequenz eben diese Ausgangsgeschichte erzählt. Der spannende Plot lässt uns aufhorchen und bindet uns an den Controller, auf dass sich das Abenteuer vor uns entfalten möge. Das rund 8 Gigabyte große Spiel lässt uns im Anschluss aus vier Schwierigkeitsgraden wählen – einfach für die Anfänger, normal und schwer für die Fortgeschrittenen und Extrem für all jene, die eine Herausforderung suchen.

Ist das erledigt, lässt uns der Charakter-Editor das Gesicht Zachariahs geringfügig anpassen. Wer jetzt einen umfassenden Editor wie in Fallout 4 erwartet, wird enttäuscht. Lediglich aus einer vorgegebenen Anzahl aus Hautfarbe, Augen, Haare und Gesichtern können wir wählen.

Das Spielgeschehen beginnt mit einem Tutorial, indem wir in der Polizeischule der Technomancer die drei unterschiedlichen Kampfstile erlernen und gezeigt bekommen, wie die Kämpfe im Spiel ablaufen.

3 STERNE

Gameplay

The Technomancer ist ein Action-Rollenspiel, indem wir ganz genretypisch Quests absolvieren, Items sammeln, unsere Charakterwerte aufleveln und gegen zahlreiche Gegner und Bosse bestehen müssen.

Die drei Kampfstile Kämpfer, Gauner und Wächter sind essentiell im Spiel. Dabei laufen die Kämpfe immerzu in Echtzeit ab, durch geschickt getimte Attacken und Konter  bringen wir die Energieleiste unserer Gegner  auf Null. Dabei können wir jederzeit dynamisch zwischen den drei genannten Kampfstilen hin und her wechseln. Dank der unkomplizierten Steuerung geht das auch frustfrei von der Hand.

Die Level sind dabei recht geradlinig und optisch abwechslungsarm geraten. Am ehesten erinnern uns die Umgebungen an das diesjährig veröffentlichte Doom. Die anfänglich so vielversprechende Story kommt dabei recht schnell ins Stocken und wirkt durch die hölzernen Dialoge und die oberflächlichen Quests eher langweilig. Die Quests vermögen es zu keiner Zeit solch packende Handlungen zu erzählen und interessante Charaktere einzuführen, wie wir es zuletzt in den Konkurrenten von The Witcher 3 oder Fallout 4 erlebt haben. Und dennoch wissen die Quests durchaus gut zu unterhalten. Sie sind spielerisch abwechslungsreich ausgefallen und das Karmasystem, dass unsere getroffene Entscheidungen bewertet, ist ein zusätzlicher Ansporn. In einer Quest beispielsweise, werden wir dazu aufgefordert, Rebellen zu verhaften. Am Ziel angekommen, ist es nun unsere Entscheidung, ob wir die gesuchten Personen tatsächlich verhaften, sie laufen lassen oder sie gar töten. Eure Entscheidung hat Einfluss auf euren Karmawert und beeinflusst euer Ansehen beim Staatsorgan.

4 STERNE

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Grafik & Sound

Die Grafik ist die wohl offensichtlichste Schwäche, denn optisch kommt The Technomancer wirklich sehr altbacken daher und kann zu keiner Zeit ein Staunen entlocken. Da haben wir selbst auf der PlayStation 3 Besseres zu sehen bekommen. Auch die Bewegungsanimationen wirken hölzern und lassen eher den Eindruck erwecken, wir würden eine Puppe steuern. Die Entwickler rechtfertigen dies mit dem geringen Budget, das ihnen zur Verfügung stand, doch auch das Artdesign der Gegenstände, Level und Charaktere ist trist, detailarm und schlicht ideenlos geraten  – Geld hin oder her, da haben wir in der Vergangenheit schon andere Spiele mit geringen Budget gesehen, die uns schönere und verspieltere Welten auf den  Bildschirm gezaubert haben. Ein Augenschmaus  ist The Technomancer wahrlich nicht.

Auch die Geräuchkulisse lässt satte Sounds vermissen. Der elektronische Soundtrack ist zu einseitig und abwechslungsarm geraten, als dass er über die lange Spielzeit begeistern könnte.

2 STERNE

Umfang/ Langzeitmotivation

Das Action-Rollenspiel ist eine Einzelspielererfahrung und bietet keinerlei Online- oder Multiplayerfeatures. Auch auf Download-Content und andere kostenpflichtige Zusatzinhalte wird komplett verzichtet, was The Technomancer in unseren Augen schon wieder Sympahtisch macht, da man für den Preis von rund 50 Euro auch das ganze Spiel erhält.

Wer alle Quests erledigen, sämtliche Charakter-Fähigkeiten hochskillen und alle Items finden will, die das Spiel bietet, wird leicht mehr als 70 Stunden mit The Technomancer verbringen.

3 STERNE

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Fazit

Die größten Qualitäten von Technomancer liegen ohne Zweifel in den dynamischen Kämpfen und dem flüssigen Wechsel der Kampfstile. Auch die Quests wissen zu unterhalten. Andere Gameplay-Elemente wie Schlösser-Knacken, dem Karmasystem oder dem Craften der Items bereichern das Spiel, kranken aber an ihrer lieblosen Umsetzung. Ärgerlich ist das triste und abwechslungsarme Leveldesign, das verschenkte Potential in der Story und die blassen Charaktere.

Fans des Action-Rollenspiels und jene, die sich über ein tolles Kampfsystem freuen, kommen in The Technomancer auf ihre Kosten.

3 STERNE

Das Spiel ist auf amazon.de  erhältlich. Natürlich gibt es das Spiel auch als digitalen Download im PS Store.

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