[ TEST ] BIOSHOCK: THE COLLECTION

2007 war das Jahr von BioShock. Bereits im Vorfeld entstand ein Hype um das ambitionierte Projekt, welches uns in die Unterwasserwelt Rapture entführte und die Messlatte in Sachen Grafik und Atmosphäre hoch ansetzte. 2010 und 2013 erschienen mit BioShock 2 und BioShock Infinite zwei ebenso grandiose wie erfolgreiche Nachfolger.

Nun veröffentlichen 2K mit BioShock: The Collection die Trilogie erstmals in einer Sammlung  samt aufpolierter Grafik, Full HD Auflösung und 60 Bildern die Sekunde. Alle je veröffentlichten  Singleplayer-DLCs haben es ebenfalls ins Spiel geschafft.

Ersteindruck

Mit zwei Blu-Ray Discs und über 60 GB Festplattenspeicher ist die Collection ein echtes Schwergewicht. Im Gegenzug dafür, bekommt man gleich drei der besten Singleplay-Shooter aller Zeiten geboten. Der Multiplayer, über den BioShock 2  ursprünglich verfügte, wurde komplett aus dem Spiel entfernt. Eine nachvollziehbare Entscheidung, da der Online-Part ohnehin auf wenig Begeisterung bei den Fans stieß.

Wenn wir die Collection starten, können wir in einem Menu auswählen, welchen Teil der Serie wir spielen wollen – Ein Prinzip, wie wir es auch schon aus der Nathan Drake Collection kennen. Inhaltlich wurden an den Ablegern keine Veränderungen vorgenommen. Optisch hingegen, wurde besonders der erste Teil der BioShock-Serie umfangreich überarbeitet. So wurden neue, kleine Grafikdetails hinzugefügt und Texturen verbessert. Lichteffekte wirken nun noch hübscher und atmosphärischer als im Original aus 2007. Die beiden Nachfolger haben eine weniger umfangreiche Grafikspritze  verpasst bekommen. Hier hat 2K wohl die PC-Versionen auf höchsten Einstellungen genommen und sie in die Collection gepackt.

Erfreulich ist, dass alle je erschienenen Singleplayer-DLCs ebenfalls enthalten sind. Besonders die beiden „Burial At The Sea“ Erweiterungen aus BioShock Infinite sind ein erneutes Spielen wert und gehören wohl zu den besten Erweiterungen der letzten Jahre.

5 STERNE
5 von 5 Sterne

Gameplay

Auch wenn die drei Ableger insgesamt sechs Jahre auseinanderliegen und sie sich deutlich im Setting unterscheiden. Das Gameplay ist sich innerhalb der Trilogie treu geblieben. Die BioShock-Serie sind Ego-Shooter, in der ihr Gegner durch Waffen und Nahkampf ausschalten müsst. Eine Besonderheit sind die Plasmide – Kräfte die man mit seinen bloßen Händen verschießen kann und durch die die Schusswechsel mehr Tiefe erhalten. Zusätzlich müssen wir unsere Ressourcen und Items in den Levels zusammensuchen. Gesundheit und Plasmide regenerien sich nämlich nicht selbst, wir müssen uns eigenständig heilen und manchmal auch sparsam mit unserer Munition umgehen.

Zusätzlich können wir  unsere Kräfte, Waffen und Werte durch eine Substanz namens ADAM aufstocken. ADAM bekommen wir von den little Sisters, kleine unschuldig dreinblickende Mädchen, die von den mächtigen Big Daddys bewacht werden. Wollen wir an das kostbare ADAM, führt kein Weg an einer Konfrontation mit den Big Daddys vorbei. Diese Kämpfe gestalten sich sehr fordernd. Oft brauchen wir einen großen Teil unserer Gesundheits- und Munitionsvorräte auf, ehe wir einen Big Daddy zu Fall bringen.

5 STERNE
5 von 5 Sterne

Story

An dieser Stelle über die Story von gleich drei Spielen zu schreiben, würde sicherlich den Rahmen sprengen und mitunter für Spoilergefahr sorgen. Deshalb konzentrieren wir uns darauf, was die Handlung der drei Ableger gemeinsam haben und BioShock zu einem erzählerischen Erlebnis macht.

Die Story in BioShock ist erstaunlich vielschichtig und traut sich viele gesellschaftliche Probleme aufzuzeigen. Die Unterwasserstadt Rapture und die Wolkenmetropole Columbia werden uns anfangs als Traumorte präsentiert, in der ihre Erbauer all die Ideale und Vorstellungen verwirklichen wollen, die man in der gewöhnlichen Welt vermisst. Orte, an denen es weder Armut, Unglück, Sorge, Ungerechtigkeiten und andere Dinge gibt, die eine Gesellschaft oft überschatten. Erst nach und nach steigen wir hinter die finsteren Geheimnisse von Rapture und Columbia und entdecken, dass ihre Bewohner über Leichen gehen, um ihr Utopia aufrecht zu erhalten. Ab da beginnt die Fassade zu bröckeln und Fanatismus, Rassismus und religöser Größenwahn kommen zum Vorschein.

5 STERNE
5 von 5 Sterne

Grafik / Sound

Grafisch profitieren alle drei Ableger sichtlich von ihrer Überarbeitung. Texturen und Oberflächen wirken klarer, die verbesserten Licht-, Wasser- und Feuereffekte kommen der onehin schon tollen Atmosphäre zu gute und auch mit flüssigen 60 Bildern die Sekunde spielen sich die Shooter gleich spürbar direkter.

Dennoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Bioshock-Ableger Spiele der letzten Generation sind, deren Optik nicht mehr ganz mit aktuellen Hochglanzspielen mithalten kann.

Der Sound von BioShock ist ebenso äußerst gelungen. Umgebungsgeräusche lassen die Welt lebendig erscheinen und auch die verrückten Rufe und Schreie der durchgeknallten Gegner sorgen für schaurig-bedrohliche Momente. Die deutsche Synchronisation ist dabei durchweg gut gelungen. Zusätzlich lässt uns die charmante Musik der 20er, 30er und 50er in die Art Deco Zeit eintauchen, in der BioShock angesiedelt ist.

4 STERNE
4 von 5 Sterne

Umfang

Das Singleplayer-Erlebnis der einzelnen Teile ist angenehm umfangreich und durchweg spannend ausgefallen. Insgesamt 60 Stunden werdet ihr wohl in alle drei Teile stecken. Wer sich danach die sehr lohnenswerten DLCs vornimmt, die weitere Einzelheiten der Welt von BioShock aufdecken, wird weitere 10 Stunden  mit der Collection verbringen. Für den Preis von rund 50 Euro bekommt man reichlich Spielzeit geboten.

5 STERNE
5 von 5 Sterne

Fazit

Am meisten Spielspaß werden Neulinge aus der Collection ziehen. Wenn man zu Rapture hinabtaucht und zu Columbia emporsteigt, ist man von der ersten Minute an fasziniert von den detailverliebten Welten, die 2K hier geschaffen hat. Gespannt verfolgt man dabei die Handlung und erlebt gut ausbalanciertes Shooter Gameplay der alten Schule. BioShock ist ein echter Klassiker, den jeder Shooter-Freund einmal erlebt haben sollte und der auch heute noch genauso fasziniert, wie am Erscheinungstag. Ganz großes Kino.

5 STERNE


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