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[ TEST ] MAFIA 3

Nach dem 30er Jahre Setting in Mafia 1 und den späten 40igern in Mafia 2, dürfen wir in Mafia 3 in den späten 60igern in der fiktiven Stadt New Bordeaux spielen. Wir haben den neuesten Teil unter die Lupe genommen.

Diesmal spielt ihr Lincoln der nach seinen Jahren im Vietnam-Krieg heimgekehrt ist. Dabei waren die 60iger Jahre noch vom Rassismus und den Anschlägen auf viele Politiker gekennzeichnet. Das wohl bekannteste war die Ermordung von Martin Luther King. In Mafia 3 werdet in nun genau in das Jahr 1968 einbezogen und erlebt die Zeit von damals.

Das Spiel gibt es im Handel oder als digitalen Download im PSN Store, die Downloadgröße beträgt 42,9 GB . Nach dem ersten einlegen der Disk darf man noch den Patch 1.02 herunterladen , der eine Größe von 2,647 GB hat. Das Spiel benötigt dann 49,04 GB Platz auf der Festplatte.

Ersteindrück/Menü

So starten wir das Spiel und ohne großes Ding landen wir vorab im Startbildschirm. Dieser zieht uns mit dem Titel Fortunate Son von Creedence Clearwater Revival voll in die Zeit. Die Musik dürfte jedem aus dem Spiel Bad Company – Vietnam bestens bekannt sein, da sie prägend für diese Zeit war.

 

Ohne große Umschweife kommt man in das Hauptmenü wo man, beim erstmaligen Starten, ein neues Spiel starten kann , inklusive Sprachauswahl und Schwierigkeitsgrad. Diesen aber zu finden ? Einen einheitlichen Grad der Schwierigkeit wie in GTA wäre uns lieber gewesen.

Auf die  verschiedenen Optionen wie Steuerungseinstellung etc bekommt man erst Zugriff im eigentlichen Spiel, durch drücken der Options Taste .

4 von 5 Sterne

… jetzt gehts los/ Gameplay

„Wir können keine aufgeklärte Demokratie sein, wenn eine große Bevölkerungsgruppe ignoriert wird. Wir können keine starke Nation sein, wenn ein Zehntel der Bevölkerung schlecht ernährt und krank durch Bakterien ist, die keinen Unterschied zwischen Schwarzen und Weißen machen (Martin L. King)“

 

Das Spiel erzählt die Geschichte des farbigen Lincoln Clay, der nach dem Vietnamkrieg seinen Ziehvater unterstützt, leider wird dieser durch die Mafia getötet und auch Lincoln entgeht nur knapp dem Tod. Wieder genesen sinnt Lincoln Clay auf Rache, und nutzt dazu auch ehemalige Feinde als Unterstützer.

Wie schon in allen Mafia Teilen ist das Spiel auch diesmal an den erfolgreichen Film The Godfather (Der Pate) angelehnt.

Umrahmt wird das eigentliche Spiel durch jede Menge filmreife Zwischensequenzen , die teilweise einer Dokumentation ähneln mit Ihren Interviews und Rückblenden. Die deutsche Synchronisation wurde auch sehr gut umgesetzt.

Das eigentliche Gameplay offenbart sich erst nach ca 3 Stunden in denen wir die Vorgeschichte, mit einigen Einblendungen als Hilfe zur Spielmechanik , spielen dürfen.

Ab dann können wir die freie Spielwelt erkunden, erledigen Aufträge im Stil von GTA, um langsam aber sicher Gebiete der Stadt an sich zu reißen um damit Geld zu verdienen und letztendlich näher an die Bosse zu kommen und den Racheplan zu vollenden.

Man fährt, schleicht und schiesst sich also von Mission zu Mission, besucht Verbündete und erledigt Nebenaufträge. Auch das optionale Sammeln von Bildern oder Zeitschriften wurde nicht vergessen.

Auch wenn wir bis jetzt nur ein paar Stunden gespielt haben, schleicht sich schon so etwas wie Routine ein, soll heißen man schleicht und schießt sich durch die einzelnen Stadtbezirke / Missionen um noch stärker und mächtiger zu werden.

In allem geht dabei das Gameplay und ihre Steuerung sehr gut von der Hand und inklusive dem sogenannten „Wallhack“ sind Feinde immer gut sichtbar und vereinfachen das Ganze ohne dabei auf das große Ganze zu setzen.  Die Tastenbelegung kann dabei so unfreundlich wirken wie in Ubisofts The Division, man muss sich erst an alles gewöhnen.

4 von 5 Sterne
4 von 5 Sterne

Grafik

Der erste Eindruck der Grafik ist eines der PlayStation 4 würdig. Die Zwischensequenzen können uns grafisch in ihren Bann ziehen und wirken auch sehr imposant.

Kommt man aber nun in das eigentliche Spiel, zeigt Mafia 3 große technische Probleme. So erlebt man nachladende Texturen, plastische oder fehlende Objekte sind an der Tagesordnung und bei rasanter Fahrt durch die Stadt erreicht das Spiel eher den Alpha-Status.

Ist man etwas zur Ruhe gekommen, offenbart das Spiel sein eigentliches Potenzial. Die Strassen sind lebhaft, die Details hoch und auch authentisch. Geht die Bewegung fort, ist es aus mit der Schönheit. Hier muss unbedingt noch nachgepatcht werden, da es doch den Spielspass erheblich trübt. Ein Wechselbad als Hingucker. Mal hui und mal pfui.

2 von 5 Sterne

Sound/Klangkulisse

Mafia 3 kann mit dem lizenzierten Soundtrack ordentlich punkten. Über 100 Song auf 3 Radiosender verteilt, bekommt man alle Hits der damaligen Zeit präsentiert.

Im Spiel bietet man dann auch alles was man sich wünscht. Die Synchronisation ins Deutsche ist nahe zu perfekt und beim Klang wird sich jeder Heimkinobesitzer freuen. Die Kanäle werden immer passend angesteuert und eine Ortung ist selbst mit einem Stereo-Headset gut möglich.

Hier ist immer alles da wo es sein sollte auch wenn so manches Auto mit „amerikanischer Power“ doch etwas mehr dröhnen könnte.

5 STERNE
5 von 5 Sterne

Umfang/ Spielangebot/ Langzeitmotivation

Die treibenden Kraft in Mafia 3 ist die Inszenierung. Zu erleben wie Lincoln Clay so langsam aber sicher die Stadt aufmischt, untermalt von der hervorragenden Zwischensequenzen, motiviert ungemein. Es fesselt einen regelrecht die Story immer weiter und weiter erleben zu wollen.

Durch seine offene Spielewelt , den Missionen, Nebenaufträgen und den optionalen Sammelobjekten werdet Ihr locker 30-40 Stunden unterhalten. Damit erhält man ein würdiges Mafia-Spiel ohne jetzt vom unliebsamen Weg abzukommen.

Es gibt nur automatische Speicherpunkte, so kann es schon mal passieren das Ihr nach dem Ableben Eurer Spielfigur einen Abschnitt nochmal von vorne beginnen müsst. Ein weiterer Negativpunkt ist die KI der Gegner die doch manchmal sehr zu wünschen übrig lässt und leider zu schnell überlistet werden kann. Hier stellt sich die Frage nach dem Schwierigkeitsgrad, welchen man am Anfang sich auswählen muss.

Trotz Open-World bewegt sich das Spiel sehr geradlinig und es gibt kaum Abzweigungen um mal nebenher Spass zu haben. Dennoch punktet man auch hier durch die Sammlerei diverser Playboys, welche durch die wahren Playmates geprägt werden.

Mafia 3 bleibt bei allem ein reiner Singleplayer. Ganz alleine ohne Freunde und ein notwendiges Playstation Plus Abonnent kann hier gleich losgerockt werden. Für die heute Zeit eher etwas ungewöhnlich, weder Multiplayer noch Ko-op Modus stehen zur Auswahl um sich mit Freunden durch die Bezirke zu ballern.

4 von 5 Sterne
4 von 5 Sterne

FAZIT

Mafia 3 überzeugt in erster Instanz durch die Atmosphäre und die gelungene Story. Die Epoche aus den 60iger wird durch eine gute Inszenierung umgesetzt. Es passt alles, auch wenn sich mit den Missionen etwas Eintönigkeit bemerkbar macht. Es ist kein GTA aber leider auch nicht das was wir aus Mafia 2 gewohnt sind und man uns damit regelrecht verwöhnt hat. 

Hangar 13 zeigt was es drauf hat und bietet auch ein gutes Ambiente, leider lässt man zu viel Potenzial einfach liegen und schwächelt auf der technischen Seite. Mit einem schon angekündigten Patch, sollte es dann aber auf jeden Fall in das Regal eines jeden Gamers gehören. Das muss man erlebt haben. 

4 von 5 Sterne
4 von 5 Sterne

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