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[ TEST ] PLAYSTATION 4 PRO

Seit dem 10. November, kurz vor dem 3. Geburtstag der PlayStation 4, brachte Sony euch die leistungsstärkere PRO der PlayStation 4. Optisch im neuen Design und mit einer Schicht mehr gegenüber der Slim-Variante hebt sich die HDR-fähige Konsole ab. Wir haben diese für euch getestet.

So packen wir die PlayStation 4 Pro aus. Der Inhalt ist sauber und umweltfreundlich verpackt worden. Kein lästiges Styropor mehr, alles Kartonformen und eine bekannte Folie um die Konsole selber.

Inhalt:

  • PlayStation 4 Pro
  • Kaltgeräte-Stromkabel
  • USB Ladekabel für den Controller
  • 2016er Controller
  • 2.0a HDMI Kabel
  • Headset, bekannt von der PlayStation 4
  • Bedienungsanleitung, Broschüre im A6 Format

Die PlayStation 4 Pro ist für die ambitionierten Spieler gedacht, solche die sich bessere Grafik wünschen und mehr Leistung bei PlayStion VR. 


In der Firmware 4.05 gibt euch Sony die Möglichkeit, eure Daten von der „alten“ PlayStation 4 auf die neue Pro zu übertragen.

Diese Idee und Möglichkeit ist sicherlich nett, stellt aber Besitzern einer eingebauten 2TB Festplatte vor Probleme, da hier nur maximal 1TB an Daten übertragen werden können. Selbst wenn man sich seine Daten ausgewählt hat, kann der Kopiervorgang in der Größe von 800 GB an die 5 Stunden dauern.

Wir empfehlen daher die Konsole wie den „Erstbesitz“ zu behandeln und ein Spiel nach dem anderen mit den Updates sich zu installieren. So kann man wenigstens anfangen zu zocken.

Da Sony an allen Ecken und Kanten die Pro zu einem günstigen Preis auf den Markt bringen wollte, hat man auch bei der Festplatte gespart. Diese ist von HGST (Western Digital Company) und hat nach unserer Datenübertragung einfach den Geist aufgegeben. Es war ein deutliches Klacken und Klicken zu hören und es kam die Fehlermeldung, auf den Systemspeicher kann nicht zugegriffen werden (CE-34335-8). Die Festplatte wurde nicht erkannt. In unserem Fall sicherlich ein Einzelfall, aber ärgerlich.

Da Sony euch nun einen SATA III Anschluß für Festplatten spendiert und 1 TB für den ambitionierten Spieler sicherlich eh zu klein ist, raten wir vorab zu einer SATA III SSDHD Festplatte. Diese sind schon in der Größe von 2TB erhältlich und verfügen über schnellere Ladezeiten. Natürlich kann man auch seine 2TB von der alten PlayStation 4 mitnehmen, man muss dennoch alle Spiele neu installieren. (Festplatten der PS4 sind verschlüsselt und nicht übertragbar, Kopierschutz). Wer noch schnellere Ladenzeiten haben will, sollte zu einer SSD Festplatte greifen. Ob diese einem dann aber preislich ansprechen, muss man selber entscheiden. Hier kosten der Terabyte schnell mal 300 Euro bei einer Festplatte.


Da wir die PlayStation 4 Pro an einem 4K Fernseher betreiben, waren wir von dem mitgelieferten HDMI Kabel gar nicht mal angetan, bezeichnen dieses sogar als billiges China-Teil für 1,99€ aus der Wühlkiste. Als ambitionierter Spieler sollte man seine Pro schon mit einem guten Kabel mit ausreichender Abschirmung verbinden. Zum Teil ist das mitgelieferte Kabel auch vielen zu kurz. Unbedingt austauschen und dabei auf die HDMI Spezifikationen 3D/ 4K HDMI 2.0a setzen, sonst ist kein HDR möglich.


DIE GRAFIK ist der ausschlaggebende Punkt: 

Egal ob ihr die Pro nun für die Nutzung in Verbindung eines Monitors mit 1080/60p, der PlayStation VR oder an einem 4K/ HDR Fernseher nutzen wollt, hier punktet die neue PlayStation 4.

In erster Linie solltet ihr euch über die technischen Daten und Leistung eures Bildschirms informieren. Was kann dieser und wie muss ich die PS4 Pro dort anschliessen ? Dazu haben wir vorab schon mal einige Tipps für euch. Diese könnt ihr HIER nachlesen. Im optimalen Fall kann 4K mit HDCP 2.2 RGB HDR ausgegeben werden:

Dazu geben wir euch nun mal ein paar Beispiele wie sich die Grafik bei Spielen auswirken kann:

Battlefield 1 4K ohne HDR im Vergleich

Um euch die Unterschiede von mit HDR und ohne aufzuzeigen zu können, bedienten wir uns bei einem Klassiker, The Last Of Us:

Screenshot ohne HDR

Screenshot mit HDR

Diese Leistung, mehr Leistung, zeigt sich natürlich auch bei der Verwendung der PlayStation VR und vielen weiteren Spielen. Natürlich steht dabei nicht der grafische Aspekt im Vordergrund. So konnten wir eine wesentliche stabilere und flüssigere Spielweise in Battlefield 1 verspüren, aber auch andere Spiele wie Infinite Warfare laufen geschmeidiger. Grafisch wird dem PS4 Pro Besitzer nun mehr geboten, egal ob an einem HD oder 4K Fernseher. Dabei ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht worden. Titel wie The Last Of Us 2 oder Red Dead Redemtion 2 werden uns in Zukunft die neue Referenz bieten, bis dahin vergehen aber noch das eine oder andere Weihnachtsfest.


Anschlüße satt ? 

Die PlayStation 4 Pro ist in Sachen Anschlüssen sicherlich keine Innovation, wie schon von der alten PlayStation 4 sind alle bekannten Anschlüße vorhanden. PlayStation VR Nutzer können sich über den zusätzlichen 3. USB Anschluß auf der Rückseite freuen, aber auch Nutzer von Lenkrädern und mehr kommt dieser 3. USB sicherlich entgegen. 4 USB Anschlüße auf der Vorderseite wäre uns aber lieber gewesen.

So stellt sich bei der PlayStation 4 Pro auch nicht die Frage nach dem Toslink (optischer Anschluß) dieser ist, gegenüber der Slim, wie gewohnt vorhanden.


Dauerbetrieb

Die PlayStation 4 Pro hat eine Leistungsaufnahme von 310 Watt (165 W Slim) und das interessiert die meisten Gamer wohl weniger. Dafür ist die Pro nun leiser im Geräusch des Lüfters. Es machte sich aber eine schwungartige Geräuschkulisse beim genauen Zuhören bemerkbar, der Lüfter läuft nicht gleichmässig, wie Gas geben und Gas weg, Gas geben…

Anmerken muss man aber, die Pro ist spürbar wärmer an der Gehäuseoberfläche. Man sollte daher die Pro frei stehen haben und die Spielecovers nicht gerade wie gewohnt auf der Pro oben ablegen. Diverse Laptop-Kühler, welche von unten blasen, sind auch hier Schwachsinn.


Controller

Mit der PlayStation 4 Pro bringt Sony auch einen überarbeiteten Controller auf den Markt. Auffallend in erster Instanz die neue Lichtleiste am Touchpad. Diese wird aber einfach von der bisherigen „Leuchtleiste“ intern rübergespiegelt und hat nichts mit der Lichtleiste für den Status der Konsole selber am Hut. Auch stechen nun die wohl farblich etwas grauen Tasten ins Auge.

In Verbindung mit dem beiliegenden USB Kabel können die Eingaben nun direkt an die Konsole übertragen werden, statt wie gewohnt über Bluetooths. Ob man davon Gebrauch macht oder einen Unterschied merkt ? Das lässt sich wohl erst mit labortechnischen Equipment herausfinden.

In welcher Form nun das Problem mit den abnutzbaren Gummis an Pads gelöst wurde, wird sicherlich erst die weitere Spielzeit zeigen. Man darf hoffen, die Gummi bleiben uns erhalten.


FAZIT

Award hARDWAREDie Pro richtet sich an alle Pro-Gamer, High-Tech-Fetischisten, Grafikhuren, PlayStation VR Nutzer und den ambitionierten Spieler. Hifi-Freaks bleiben leider wie gewohnt mit dem alten DTS und Dolby Digital auf der Strecke. Heute wären HD-Tonformate eher angesagt, da muss Mark Cerny nochmal nachlegen. 

Die PlayStation 4 Pro ist die leistungsstärkste Konsole auf dem Markt, die einzige welche mit HDR und 4K euch bequem super Grafik auf den Bildschrim zaubern kann, dabei in den Spielen für ein flüssigeres Gameplay sorgt. Früher oder später wird sie der Slim einfach den Rang ablaufen, egal ob als Spieler oder Entwickler. 



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