[ TEST ] KONA

Kona ist ein Mystery-Abenteuer vom Entwicklerstudio Parabole und Ravenscourt und entführt uns in eine verschneite kanadische Kleinstadt, in der mysteriöse Morde passieren. 

Ersteindruck

Das knapp 8 Gigabyte große Kona lässt uns in die Haut des Privatdetektivs Carl Faubert schlüpfen, der sich auf den Weg gemacht hat, seinen Auftraggeber in Atamipek zu treffen, einer kleinen Stadt unweit der kanadischen Metropole Quebec. Doch als wir in dem Ort eintreffen, macht uns ein unbarmherziger Schneesturm das Leben schwer  und wir müssen feststellen, dass unser Auftraggeber ermordet wurde. Der Beginn einer Verkettung von immer ungewöhnlicheren Vorfällen, denen wir auf den Grund gehen.

4 STERNE
4 von 5 Sterne

Gameplay

Nachdem wir aufgrund des schweren Schneesturms im dem kleinen Ort festsitzen, erkunden wir die Umgebung nach einer schützenden Hütte in der wir Feuer machen und uns warm halten können. Das eisige Wetter kann uns in Kona das leben kosten, wir sind stets darauf angewiesen, in regelmäßigen Abständen eines der Häuser aufzusuchen oder uns an einem Feuer zu wärmen. Im HUD-Menu bekommen wir deshalb angezeigt, wann unsere Körpertemperatur sinkt und wir Schutz aufsuchen sollten. Auch der Stress-Level sollte von uns im Auge behalten werden. Steht Carl unter Stress, dann kann er kürzer Sprinten und schlechter Zielen.

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Ganz Atamipek kann von uns erkundet werden, die Spielwelt ist offen gestaltet, auch wenn wir schonmal schnell an unsichtbare Levelgrenzen stoßen, wenn wir uns abseits der Pfade und Gebäude bewegen. Größere Distanzen überbrücken wir mit unserem Auto, in dessen Kofferraum wir praktischerweise sämtliche Items verstauen können.

Kona lässt sich spielerisch in drei Grundelemente aufteilen: dem Rätseln, dem Überleben und dem sammeln von nützlichen Items.

Jedes der Häuser und Orte der Kleinstadt kann von uns erkundet werden und erzählt eine eigene Geschichte über die Schicksale ihrer Bewohner. Dabei ist kein Ort unwichtig, denn an jedem können wichtige Items gefunden werden, die wir ähnlich eines Point and Click Adventures kombinieren können. An einer Stellen müssen wir beispielsweise einen Stromgenerator reparieren. Bevor wir dem Generator wieder Leben einhauchen können, müssen wir erst einen Seitenschneider und etwas Isolierband finden, mit denen wir das defekte Kabel richten können. Auch das Feuerholz und die Streichhölzer, die wir für unser lebensrettendes Lagerfeuer benötigen, müssen wir vorher zusammengesammelt haben.

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Auf diese Weise erkämpfen wir uns einen Weg durch die Stadt und decken die mysteriösen Geschehnisse auf, die diffus und spannend wie in einem Thriller vorgetragen werden. Kleine Dämpfer erfährt das Spielgefühl in der manchmal recht hakeligen Steuerung und der ungenauen Kollisionsabfrage, die dafür sorg, dass wir auch schon mal an einem kleinen Steinchen hängen bleiben.

4 STERNE
4 von 5 Sterne

Grafik

Kona läuft unter der von Indie-Entwicklern beliebten Unity-Engine. Optisch weiß besonders die Wetterstimmung zu überzeugen und sorgt dafür, dass wir uns im Schneegestöber verloren fühlen und trägt viel zur bedrückenden Atmosphäre bei, die uns nie ganz in Sicherheit wiegen möchte.

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Andererseits wirkt die Grafik absolut nicht mehr zeitgemäß und die Texturen und Lichteffekte sind absolut unspektakulär und oft auch unschön. Das größte technische Ärgernis sind wohl die Ladezeiten, die mitten im Spiel stattfinden und für mehrere Sekunden den Spielfluss unterbrechen und uns aus der immersiven Welt von Kona herausreißen.

3 STERNE
3 von 5 Sterne

Sound

Der Sound glänzt durch geschickten Einsatz mit Geräuschen, die uns mehr als einmal aufschrecken lassen. Ganz nach Horror-Manier, fühlen wir die Bedrohung im Nacken sitzen, wenn es plötzlich im Nebenzimmer scheppert und wir neugierig und vorsichtig zugleich unseren Revolver zücken, um nachzusehen wer oder was die Geräusche verursacht hat. Der Soundtrack von Kona klingt nach handgemachter Gitarrenmusik, die uns mit ihren kräftigen Klängen vorantreibt und sich fantastisch anhört.

4 STERNE
4 von 5 Sterne

Umfang

Nach fünf bis sechs Stunden haben wir die Reise durch Atamipek hinter uns gebracht und Kona abgeschlossen. Wer gerne noch die Sammelgegenstände finden und die Trophäen erspielen möchte, wird Kona sicherlich auch noch ein weiteres Mal durchspielen müssen. Ansonsten ist das Mystery-Abenteuer um Carl Faubert aber ein Erlebnis, dass keinen zweiten Spieldurchgang bedarf. Für den Preis von 19,99 Euro im PlayStation Store ist der Umgang aber OK.

3 STERNE
3 von 5 Sterne

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Fazit

bronze-awardKona ist ein spannendes Mystery-Abenteuer, dass seine gelungene Story in die gelungene Atmosphäre der verschneiten Kleinstadt Atamipek packt und uns in seiner fünfstündigen Geschichte gut zu unterhalten weiß. Die einzelnen Rätsel- und Kombinationsaufgaben bereichern das Gameplay und fügen sich gut ins Spielgefühl ein. Trotz einiger technischer Schwächen ist den Entwicklern von Parabole ein kurzweiliger Thriller gelungen, der uns an das Hitspiel Firewatch erinnert. 


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