[ TEST ] TETHRED

Tethred vom Entwickler Secret Sorcery ist schon seit Ende Oktober 2016 für die Playstation VR erhältlich. Seit Anfang April 2017 kann man das Spiel nun auch ohne VR spielen. Zeit für einen allumfassenden Test !

Der englische Entwickler Secret Sorcery brachte uns mit Tethred, was soviel wie „Gebunden“ heißt, eine Göttersimulation auf den VR-Markt
Nach den Patches für die PS4 Pro und der Unterstützung der Move Controller, kam mit dem letzten Patch nun auch die Möglichkeit auch ohne die Playstation VR das Spiel zu genießen.

Ersteindruck

Tethred ist ein Strategiespiel indem Ihr den Bewohnern, die Peeps, Aufgaben zuweist damit Sie genug „Spirit Energy“, eine mysteriöse Machtquelle, produzieren.
Diese müssen wir sammeln um am Ende den Geister-Wächter freizulassen der in jedem der 13 Level in einem Totem eingeschlossen ist.

Das Spiel, das ca 3,4 GB auf der Festplatte einnimmt, wird recht nüchtern präsentiert.
Nach dem Ladebildschirm kommen wir schon in das Auswahlmenü und suchen uns den ersten Level aus, indem wir auch mit der Steuerung und den verschiedenen Aufgaben der Peeps vertraut gemacht werden.
Ein Intro, kurze Geschichtseinführung oder große musikalische Untermalung sucht man vergebens.

Wie schon beschrieben ist Ziel jedes Levels genug „Spirit Energy“ zu sammeln.
Ist dies vollbracht ist der Level geschafft und man bekommt noch eine kurze Zusammenfassung , und dann geht es weiter zum nächsten der 13 Level.

3 von 5 Sterne

Gameplay

Im Gameplay haben wir jede Menge zu tun, müssen wir doch aus einer trostlosen, schwebenden Insellandschaft mit Hilfe der Peeps ein funktionierendes Ökosystem machen.

Als „Gott“ haben wir die Möglichkeit von 5 verschiedenen festen Punkten auf die Insel herab zu schauen. Und dann erscheint auch schon unser erster Bewohner den wir als erstes zum von Wurzeln überwucherten Spielzentrum laufen lassen um dieses freizuschalten. Hier ist auch der besagte Totem in dem der Geister-Wächter auf seine Freilassung wartet.
Außerdem der Sammelpunkt für unsere Rohstoffe Als nächstes fällt eine Art Ei vom Himmel das wir entweder mit unserem Peep „ausbrüten“ müssen oder eine Sonnen-Wolke dort hin schicken um dies zu tun.

Wenn das Ei ausgebrütet ist, was relativ schnell geht, wird ein neuer Peep geboren und steht ab sofort als weiterer Helfer zur Stelle.
Schaffen wir das bebrüten nicht in einer bestimmten Zeit, wird das Ei braun und heraus schlüpft eine Art Wurm, der dann verschwindet und erst Nachts wieder erscheint. Und natürlich bleibt es nicht bei dem einen Ei, diese fallen öfters vom Himmel und bringen neue Bewohner. Das bringt uns zu den Tag/Nachtwechseln. Einfach gesagt, tagsüber müssen die Peeps arbeiten um die Spirit Energy zu erwirtschaften, aber Nachts, da kommen die Feinde in Form von Würmern, den Grubs ,die Nahrung, Felder und natürlich auch unsere Bewohner angreifen.
Die Peeps wehren sich mit Keulen gegen die Würmer, man kann aber auch extra Krieger aus den Peeps machen die etwas standhafter im Kampf gegen die Würmer sind.
Dafür muss man aber erstmal eine Kaserne tagsüber bauen, das geht wieder rum aber nur wenn genug Rohstoffe gesammelt wurden.

Die Rohstoffe die unsere Peeps brauchen sind erst einmal Nahrung, dann Holz, Steine und Metall.
Nach einiger Zeit erscheinen Bücher in der Spielwelt durch die wir dann die Fähigkeit besitzen weitere Gebäude wie Felder, Rathaus etc zu bauen.
Dadurch kann man die Ressourcen weiter spezialisieren.
Leider ist der Standort der Gebäude nicht frei wählbar.

Weiterhin ist es wichtig das unsere Peeps immer eine Beschäftigung brauchen, sollte dies nicht geschehen wird Ihnen schnell langweilig was mit einem Sturz von der Insel endet.

VR oder Nicht-VR

Wie schon beschrieben kann man Tethered seit Anfang April auch ohne VR Brille spielen.
Dies haben wir auch getan und persönlich kann ich nur sagen, tut Euch das nicht an.

Wo man mit der VR Brille die Peeps einfach mit „wo ich hinschaue, da sollst Du auch hingehen“ steuert, so muss man dies in der Nicht-VR Version mit dem Controller tun, und damit meine ich nicht mit den Sticks, sondern mit dem ganzen Controller.
So wedelt man mit dem Controller hin und her, hoch und runter, man muss gefühlt alle paar Minuten den Controller mit Druck auf die R3-Taste wieder neu kalibrieren da sich das Spielfeld einfach zu sehr verschiebt.
Dies ist sehr nervig und raubt Euch den letzten Spielspaß.

1 von 5 Sterne

Grafik/Sound

Die Optik in Tethered ist sehr liebevoll, bunt und speziell in der VR Variante sehr schön anzuschauen.

Alles ist schön detailiert in seinem eigenen leichten Comic-Look
In VR kommt alles etwas plastischer und „frischer“ rüber als in der 2D Variante.
Auch wenn wir soundtechnisch im Hauptmenü enttäuscht wurden, bekommen wir während des Spiels selbst einen schönen ruhigen, aber auch besonders Nachts etwas „spannenderen“ Soundtrack aus der Feder von Kenny Young präsentiert, der auch bei Little Big Planet und Teraway die Songs schrieb.

4 von 5 Sterne

Umfang

Das Spiel bietet Euch 13 Level für die Ihr jeweils um die 30-50 Minuten benötigen werdet.
Nach jedem Tag/Nachtwechsel wird automatisch gespeichert, so das Ihr, solltet Ihr mal alle Eure Bewohner verlieren, auch nach einem Neustart wieder an der Stelle weiter spielen könnt.
Am Ende jeden Levels könnt Ihr noch die Highscores anschauen wie gut, oder nicht so gut Ihr von der Zeit her abgeschnitten habt.
Ob man deshalb die Level nochmals spielen muss, nur um den Highscore zu schlagen muss jeder für sich selbst entscheiden.
Das Spielprinzip an sich ändert sich in den 13 Leveln natürlich nicht, nur die Inseln sind verschieden und Ihr müsst mehr Spirit Energy sammeln um den Level zu beenden.

4 von 5 Sterne

Fazit

Mit Tethred ist den Secret Sorcery Studios ein wirklich gutes Stratgiespiel für die Playstation VR Brille gelungen.
Mit den ca 10 Stunden an Spielzeit ist das Spiel, vorausgesetzt man kann mit dem Genre etwas anfangen, wirklich jeden Cent wert.
Es macht einfach Spaß den Peeps bei Ihren verschiedenen Arbeiten zu zu schauen und Ihnen Ihre Befehle zu geben.
Die VR-typische Motion Sickness tritt hier zum Glück nicht auf und man kann, dank des später per Patch zugefügtem Speichersystem auch öfter mal eine Pause machen.
Leider weiß die 2D Variante auf Grund der schlechten Steuerungsmechanik überhaupt nicht zu gefallen und ist nur etwas für Hardcore-Fetischisten.


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