[ TEST ] Sniper Ghost Warrior 3

Snipern ist bei den Spielern beliebt wie noch nie, mit einem ganz auf das Snipern konzentrierte Spiel will nun Sniper Ghost Warrior 3 das Herz der Spieler erobern. Wir haben uns den neusten Teil mal näher angeschaut.

Sniper Ghost Warrior 3 von polnischen Entwicklerstudio CI Games aus Warschau kann auf eine sehr erfolgreiche Serie von Sniper Ghost Warrior zurückblicken. Zuletzt konnten sich PlayStation Spieler auf der PlayStation 3 damit erfreuen. Nun kommt der neuste Teil und man bringt auch einige Neuerungen mit.

In unserem Test lag uns die Season Pass Edition vor, damit erhielten wir den Buggy-DLC, Kompositbogen-DLC und den Flucht von Lydia-DLC. Später soll noch mehr folgen. Das Spiel benötigt in der Version 1.03 (Day-One Patch) satte 49,54 GB auf der Festplatte. Dabei beginnt das Spiel mit nur einem 13 GB Download und installiert sich dann auf die volle Größe.

Ersteindruck

Die Erwartungen von unserer Seite waren sehr hoch, da wir die Kampagne in Sniper Ghost Warrior 2 regelrecht wie ein Leckerbissen verschlungen haben. Der Start scheint diesem auch gerecht zu werden. Kurze Namen aller Beteiligten und das Intro erzählt uns die Geschichte zweier Brüder beim Scharfschießen.

In einem kurzen aber schon sehr imposanten Prolog werden wir in die Geschichte gezogen. Hier wird einem alles wichtige erklärt, ein kleines aber fein eingebautes Tutorial. Fans kommen natürlich schnell hinein und könnten etwas ungeduldig werden den ersten Schuß mit Bravour zu tätigen.

Dieser Prolog dient auch dazu, die Zeit der internen Installation zu überbrücken. Bei unserem Download zog dieser sich aber leider wie immer etwas in die Länge. 

Der Startbildschirm sowie das Menü sind schlicht aber übersichtlich gestaltet worden. Viel zum Einstellen lässt man einem nicht, mehr wird aber auch nicht benötigt. Die weibliche Stimme im Gesang strahlt jetzt schon die Ruhe aus, welche man als Sniper benötigt.

4 von 5 Sterne

Gameplay

In dem Prolog zu Beginn des Spiel kann man sich sehr gut mit dem Gameplay und den möglichen Features schon mal vertraut machen. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad ist das Snipern eine Kunst oder Können zum richtigen Zeitpunkt den Schuß abzufeuern.

Die Controllerbelegung orientiert sich dabei an dem allgemeinen Standard von Shooterspielen. Also Pad in die Hand und los gehts.

Nach dem doch begeisternden Prolog werden wir in die Open-World geworfen. Diesmal gibt es keine geradlinige Kampagne und man kann ganz alleine entscheiden welchen Weg man gehen will. So haben wir unsere Map, unseren Unterschlupf samt Werkstatt und anderen Dingen. Die Story nimmt aber dennoch ihren Lauf, obwohl uns hier bei diesem Spiel eine geradlinige imposante hollywoodreife Story wie im 2. Teil lieber gewesen wären, denn diese Open-World bremst uns im Fortschreiten sehr ein. Immer wieder müssen erst unnütze lange Wege überwunden werden um an unser Auftragsziehl zu gelangen.

Das Gameplay passt wie die Faust aufs Auge, nur der entscheidende Moment welcher in imposanten Kampagnen geboten wird, geht leider in dieser Open World zu massiv unter. Keine Musik, keine kurze Szene…nur ein weiterer Abschuß um Punkte zu machen.

4 von 5 Sterne

Grafik

CI Games greift bei Sniper Ghost Warrior 3 auf die bekannte CryEngine zurück und bietet den PS4 Pro Besitzern dynamisches  4K samt wahrem HDR. Doch so richtig kann diese uns nicht überzeugen.

In landschaftlicher Hinsicht kommt wenig Freude auf. Im ersten Augenblick sieht alles schick aus, doch verwaschene Texturen im Hintergrund oder zu viel Unschärfe trüben den Blick über die Wälder von Georgien. Aber auch in den animierten Zwischensequenzen wirkt das Spiel etwas zu altbacken und zu einfach, da fehlt uns einfach die Liebe zum Detail.

Ob nun CryEngine hin oder her, es gibt Spiele auf der PlayStation 4, die schon in diesem Jahr gezeigt haben zu welchen Leistungen sie im Stande ist. CI Games hat leider nicht das volle Potenzial ausgeschöpft.

4 von 5 Sterne

Sound

Schon im Hauptmenü werden wir von einem weiblichen Gesang umworben und im Spiel selber trumpft der Soundtrack so richtig auf. Hier hat man auf Imposantz im Einklang mit dem Spiel gesetzt.

Während unserer Mission weis der Raumklang zu überzeugen. Man hört die Sprache direkt über den Centerkanal und die Ortung der einzelnen Geräusche kommen einem Kinoklang sehr nahe. Hier ist auf jeden Fall Bewegung drin. Zudem nutzt CI Games den kleinen Speaker im Controller, welcher euch tiefer in das Spielgeschehen zieht. Funksprüche kommen somit authentischer herüber. Aber auch bei der Nutzung eines Headsets erlebt man ein wahres audiophiles Hörvergnügen. Nur die Synchronisation fällt hier negativ auf.

5 plus 1 Stern von 5

Umfang/ Langzeitmotivation

Um es vorab gleich zu sagen, einen Multiplayer hat das Spiel leider nicht. So fanden wir leider auch keine Option um im Koop mit Freunden die Missionen zu bestreiten.

Damit einem aber auf keinen Fall langweilig wird, bietet euer Unterschlupf alles was das Herz begehrt. Man kann schlafen um die Zeit zu verändern. So lassen sich spektakuläre Nachtmissionen erleben. Aber auch eure Waffen können mit den Sammelobjekten aufgerüstet und verändert werden. Damit ihr jederzeit auch alles Gadgets bei euch habt, müssen diese auch erst freigeschaltet werden oder neue Munition gebaut werden.

Alle Punkte sind zudem auf der Karte kenntlich gemacht worden und brauchen nur abgefahren zu werden.

Aber alleine über die Map zu streifen wird mit der Zeit dennoch sehr eintönig. Die Gegner zeigen dabei auch nicht gerade ein würdiges Verhalten und scheinen sich wie kleine CoD Spieler regelrecht zu vercampen und aus Angst erschossen zu werden, versteinern sich diese regelrecht. Die KI kann daher als Kritikpunkt angesehen werden, da man letztendlich sich doch in die einzelnen Lager begeben muss um alle erledigen zu können.

Trotz unsere SSD Festplatte in der PlayStation 4 Pro, braucht es eine Ewigkeit bis unser Spielstand einmal geladen ist. Den Test auf der Standard PS4 mit der vorgelieferten Festplatte haben wir uns dann lieber erspart.

Sniper Ghost Warrior 3 bietet für die heutige Zeit in dem Bereich Open-World einfach viel zu wenig. Ubisoft hat gezeigt wie solche Militär-Open-World Spiele aussehen müssen.

3 von 5 Sterne

Fazit

Mit Sniper Ghost Warrior 3 ist der Hypetrain schnell abgefahren. CI Games verspielt mit der Open World das wahre Potenzial einer Legende und kann wohl nur eingefleischte Sniper-Fans zum Kauf überzeugen. Das Spiel kann mit dem Soundtrack überzeugen, während die grafische Leistung hinter den Erwartungen zurückbleibt.  Ganz ohne Koop oder Multiplayer werden die Missionen schnell langweilig und Apathie macht sich schnell breit. Die Herausforderung ergibt sich nur als Scharfschütze im höhsten Schwierigkeitsgrad.  Ein weiteres Spiel was wohl viel zu schnell in der Versenkung verschwinden wird. Schade.  

4 von 5 Sterne

 


 Folge uns auf Facebook, Twitter und Youtube!

Advertisements

2 Kommentare zu “[ TEST ] Sniper Ghost Warrior 3”

  1. Bei mir auf der PS4 stürzt das Game andauernd ab.
    Genauso häufig auftretende fps drops muss man mit in die Reviews nehmen Leute !!
    Keine stabilen 30 geschweige denn 60 fps auf der ps4 pro…
    Alleine das Scopen mit der Sniper lässt die framerate für winen kurzen moment unter einen Bereich von 24 sinken
    Echt schade :-/

    Gefällt mir

    1. Wir haben das Spiel auf der PS4 pro mit 4K und HDR getestet, Frameeinbrüche sind bei uns als nicht nennenswert aufgetreten, 60 fps sind auch bei dynamischen 4K nicht möglich (bei allen Spielen).

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s