[ VR TEST ] FARPOINT

Erwartet uns mit Farpoint ein richtig guter VR Ego-Shooter ? Wir haben uns den Exklusiv-Titel für Euch mal näher angeschaut.

Sony und das amerikanische Entwicklerteam von Impulse Gear bringen uns mit Farpoint den ersten richtigen VR Shooter, abgesehen von Until Dawn: Rush of Blood, welcher aber bekanntlich ein Rail Shooter war.
In Farpoint hat man mehr spielerische Freiheit und kann sich in der Spielwelt (fast) frei bewegen.

Ersteindruck

Die Geschichte von Farpoint ist relativ schnell erzählt, wir spielen einen Shuttle-Piloten dessen Aufgabe es eigentlich war 2 Forscher von einer Raumstation zu holen.

Dies geht natürlich schief denn ein Wurmloch öffnet sich und verschlingt die Raumstation , unsere 2 Forscher und uns selbst und „spuckt“ uns auf einem Wüstenplaneten wieder aus.
Nun ist es unsere Aufgabe nach den Überlebenden zu suchen.

Farpoint ist das erste Spiel das den neuen Ziel-Controller unterstützt, und wird als Bundle für knapp 100€ auch damit verkauft.
Natürlich kann das Spiel auch mit dem normalen Controller gespielt werden, hier geht aber eine Menge von Immersion und Intuition verloren und man sollte das Geld schon investieren, zumal man das normale Pad stets waagerecht halten muss damit es von der Kamera erkannt wird.
Von Entwicklerseite aus sollte man das Spiel im Stehen spielen, was natürlich von der Seite der Itensität auf jeden Fall stimmt, mit der Zeit aber recht ermüdend sein kann.
Auch das stets vor sich hin halten des Ziel-Controllers geht nach einiger Zeit auf die Arme, ist aber wenn man es aus den Augen der VR Welt sieht, eigentlich auch normal.

Das Spiel benötigt 12 GB auf eurer Festplatte, nach der Installation müsst ihr noch den neuesten Patch herunterladen, der nochmal  ca. 2,20 GB groß ist.

3 von 5 Sterne

Gameplay

Nach dem Starten des Spieles geht es erstmal an die Kalibrierung des Controllers, wobei wir angeben sollen wie groß wir sind und ob man Rechts-oder Linkshänder ist. Dann muss man mit den Controllern noch diverse virtuelle Sensorenfelder berühren und das war es dann.

Im Hauptmenü empfängt uns ein zweckmäßig eingerichtetes Büro auf der Raumstation.

Hier erwarten uns die üblichen Optionen, eine besondere Erwähnung geht an das detailierte Einstellen für die Bewegung für die man verschiedene Möglichkeiten hat.

Aber nun starten wir die Story und da erwartet uns erstmal eine sehr gut gemachte Introsequenz in der wir die schon erwähnten Forscher kennen lernen inklusive dem Wurmloch und der Landung auf dem fremden Planeten. Wenn wir dann auf dem Planeten angekommen sind werden wir spieltechnisch langsam mit der neuen Umgebung vertraut gemacht und können uns erstmal umsehen.
Wir haben hier keine komplett freie Welt in der wir herumlaufen können, es gibt künstliche Grenzen , aber trotzdem genug Freiheit um auch kleine andere Wege zu gehen.

Am Anfang bekommen wir ein Sturmgewehr, welches wir im Laufe des Spieles eigentlich am meisten verwendet haben, es überhitzt zwar gerne , aber bekommt später auch noch ein paar Lenkraketen spendiert.
Dies ist die beste Waffe im Spiel.

Aber im Laufe  gibt es noch andere Waffen die da wären:

  • Schrotflinte
  • Scharfschützengewehr
  • Plasmagewehr
  • Dornenwerfer

So haben wir die Qual der Wahl, denn man kann in Farpoint immer nur 2 Waffen gleichzeitig bei sich tragen.

  • So ist die Schrotflinte sehr gut für den Nahkampf wenn der Gegner in unmittelbarere Nähe ist.
    Man kann aber auch mit der Schrotflinte Granaten abfeuern, die dann nach 3 Sekunden explodieren.
  • Das Scharfschützengewehr ist mehr für den Fernkampf geeignet um die Spinnen schon in der Ferne zu schwächen oder zu töten.
  • Die Plasmagewehr hat denn Vorteil das es ein gebauten Schild hat, was aber nicht unbegrenzt nutzbar ist.
    Nachteil….man kann schlechter zielen damit.
  • Die Dornenwerfer ist eine sehr interessante Waffe.
    Wenn man mit ihr schießt und trifft stecken Dornen im Gegner , diese können wir entweder manuell platzen lassen oder sie platzen nach 3 Sekunden.
  • Die beste Waffe in unseren Test war aber das Sturmgewehr.
    Bei der Waffe kann man nicht nur die Gegner sehr gut anvisieren sondern auch die bereits erwähnten Lenkraketen abfeuern.
    Auch wenn Sie schnell überhitzt macht diese Waffe den größten Schaden.

Am Anfang des Spieles erwarten uns als Gegner nur kleine Spinnen, die man mit ein paar Schuss schnell aus dem Weg geräumt bekommt.
Später erwarten uns aber noch größere Varianten von Spinnen, sowie Spinnen die mit Scheimkugeln auf uns werfen oder spucken.
Auch hummerartige und leicht gepanzerte Aliens warten auf uns sowie Suchdrohnen oder kleine Mechwarrior-artige Roboter mit Laser als Waffe.

Das erforschen (man scannt an bestimmten Stellen im Spiel Überwachungskameraaufzeichnungen und erlebt dadurch wie es den 2 Forschern nach dem Absturz erging) und die Schießereien auf dem Planeten sind, unterstützt durch VR Brille und Ziel-Controller an Immersion kaum zu überbieten.
Das „Mittendrin“ Gefühl hat man so noch nicht erlebt und ist einfach einmalig.
Das Zielen mit dem Sturmgewehr das ein intergriertes Visier hat ist sehr faszinierend.
Man muss dabei den Ziel-Controller wie ein echtes Gewehr an das Auge heben und kann dann auch sehr genau die Gegner ins Visier nehmen.
Auch das Visier beim Scharfschützengewehr funktioniert einwandfrei und man kommt nach kurzer Einarbeitungszeit sehr gut zurecht.

PlayStation VR Aim Controller

Das Laufen steuert man beim Ziel-Controller mit dem vorderen Stick , Richtungsänderungen kann man entweder nur durch umsehen machen oder einstellbar in verschiedenen Winkeln mit dem hinteren Stick.

Leider erwartet uns spielerisch nicht viel.
Natürlich sind das Bekämpfen der verschiedenen Gegner atemberaubend, aber abseits davon läuft man durch immer die relativ gleiche Gegend (Höhlen, Fels und Wüstenlandschaft) unterbrochen von den diversen Scanpunkten die die Story der beiden Forscher voran treibt.
Ein Highlight war der Bosskampf, der so gut wie er auch war, dann auch der einzige im gesamten Spiel ist, und das enttäuscht schon sehr.

Auch einen erweiterten Einsatz unseres Scanners hätten wir uns gewünscht, so ist er nur dafür da um uns die Story frei zu schalten.

4 von 5 Sterne

Grafik / Sound

Grafisch macht die Unreal Engine bei Farpoint gute Dienste, es gibt, auch wenn wir uns nur auf einem Wüstenplaneten befinden, schöne Panoramen zu bewundern und auch die Gegner sind sehr gut in Szene gesetzt.
Leider muss man über grobe Texturen, Kantenflimmern und Feuereffekte die merkwürdig aussehen doch meckern.

Dies kann beim Spielen mit der PS4 Pro natürlich anders aussehen, testen konnten wir nur auf der normalen Playstation 4.

Der Sound ist gut gelungen, die deutsche Syncronisation ist sehr gut, die Waffensounds knackig und auch die verschiedenen Gegnersounds sind durchweg gut geworden.
Der atmosphärische Soundtrack unterstützt das VR-Gefühl bestens.

4 von 5 Sterne

Umfang

Nach dem man die Story in ca 5,5 Stunden durch gespielt hat, kann man sich noch an die Herausforderungen rantrauen. Hier muss man in einem Areal herumlaufen und in einer bestimmten Zeit soviel Spinnen wie möglich töten.

Der KooP Modus ist natürlich auch noch eine Stärke von Farpoint.
Hier können wir mit einem Freund 4 Level mit jeweils ca. 3 Wellen die gegnerischen Spinnen etc vernichten.
Uns hat es sehr gut gefallen als Team zusammen die ganzen Gegner zu bekämpfen.

4 von 5 Sterne

Fazit

Farpoint ist als erster „richtiger“ VR-Shooter sehr gut gelungen und lässt erahnen was uns da in Zukunft noch erwarten könnte.
Natürlich wäre spielerisch mehr drin gewesen, aber das was wir erleben durften, und das in Verbindung mit dem neuen Ziel-Controller hat uns sehr gut gefallen und macht Lust auf mehr !
Auch das man nach der Story noch die Möglichkeit hat Herausforderungen, und das sogar im KooP Modus zu spielen muss hier lobend erwähnt werden.
Auch wenn uns diverse Sachen wie Grafik oder die spielerische Tiefe etwas gestört haben ist es am Ende doch meckern auf hohem Niveau und man muss für VR Besitzer eine klare Kaufempfehlung aussprechen, denn dieses Erlebnis (in Verbindung mit dem Ziel-Controller) sollte sich keiner entgehen lassen.



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