CROSSOUT - CRAFT, RIDE, DESTROY

[ TEST ] CROSSOUT

Am 30. Mai hat Gaijin Entertainment das Free to Play MMOG Crossout für die PlayStation 4 veröffentlicht. Wir haben uns für euch ins Gefecht gestürzt.

Ersteindruck

Postapokalyptische Settings im Stil von Mad Max haben ja an sich schon was interessantes. Wenn dann noch künstlerische Freiheit beim erschaffen eigener Fahrzeuge dazu kommt, macht es gleich noch mehr Spaß.

Nach den ersten Runden wird schonmal eins klar: Crossout ist kein MMOG im klassischen Sinne, aber es ist trotzdem erfrischend anders. Auch, wenn es nicht besonders spektakulär oder innovativ ist, kann man nicht leugnen, dass es einen gewissen Reiz hat, sich immer wieder in ein neues Gefecht zu stürzen. Egal, ob mit einem festen Team oder zufällig zusammengewürfelten Spielern. Es macht einfach Spaß. Vor allem für ne kleine Runde für zwischendurch ist Crossout hervorragend geeignet.

Die Saison besteht aus einer Reihe von Missionen. Am Ende gibt es ordentlich Loot!
Die Saison besteht aus einer Reihe von Missionen. Am Ende gibt es ordentlich Loot!
4 von 5 Sterne

Gameplay

In den ersten Gefechten hat man mit Sicherheit mehr mit der Steuerung des Fahrzeugs zu tun, als mit dem Schießen. Zumindesst ging es mir so. Sobald man sein Gefährt allerdings halbwegs im Griff hat, läuft es wie geschmiert. Und wer sich erstmal in Ruhe mit der Steuerung beschäftigen will, kann das auch bei einer Testfahrt machen und ohne Stress fahren und Kämpfe gegen ein paar KI-Gegner üben.

Am laufenden Spiel kann man sich übert die Steuerung eigentlich nicht beschweren. Das Auto hat man nach einer Weile gut im Griff und das gleichzeitige Fahren und Schießen ist auch schnell erlernt. In den Menüs merkt man allerdings, dass es sich bei Crossout eigentlich um ein PC-Spiel handelt. Zwar funktioniert alles ohne Probleme, aber ganz so komfortabel wie auf dem PC ist es natürlich nicht.

In den Gefechten fliegen schonmal Teile von Autos durch die Gegend.
In den Gefechten fliegen schonmal Teile von Autos durch die Gegend.
4 von 5 Sterne

Grafik/Sound/Technik

Optisch haben wir hier sicher keinen Meilenstein. Für ein MMOG ist es allerdings guter Durchschnitt. Vor allem, wenn man das ungewöhnliche Setting berücksichtigt. Die Umgebung wirkt stimmig und macht auch nach 50 Matches noch Spaß. Ob nun Schiffsfriedhof, felsige Steppe, oder altes Industriegelände, jede Map sieht gut aus und passt ins Gesamtsetting des Spiels.

Beim Sound kann man weder meckern, noch irgendwas speziell hervorheben. Die Soundeffekte klingen eigentlich ganz gut, nur der Sound der Maschinengewehre könnte etwas mehr Bums vertragen. Die klingen mitunter ein bisschen Spielzeughaft.
Der rockige Soundtrack allerdings ist klasse und passt super zum Thema des Spiels.

Technisch ist es an einigen Stellen noch verbesserungswürdig. Gelegentlich ploppen Texturen auf und während meiner Tests kam es gelegentlich vor, dass das Spiel etwas ins Stocken kam, wenn Inhalte nachgeladen werden mussten. Teilweise sogar in den Menüs.

Die Umgebung könnte glatt aus Mad Max stammen.
Die Umgebung könnte glatt aus Mad Max stammen.

 

3 von 5 Sterne

Umfang

Der Umfang ist in Ordnung, für ein MMOG ist es allerdings ein bisschen mager. Zwar bietet das Spiel unzählige Möglichkeiten euer Fahrzeug zu gestalten, umzubauen und total abgedrehte Kreationen zu zaubern, aber rein spielerisch beschränkt es sich auf eine Hand voll Spielmodi, die immer nach dem Selben Muster ablaufen. Entweder ihr müsst auf einem festgelegten Areal alle Gegner ausschalten, oder das Zielgebiet erobern. Ob im PvP, oder im Raid gegen die KI, ändert daran kaum etwas.

Wer ein klassisches MMOG erwartet, wird hier leider enttäuscht. Es gibt keine frei befahrbare Spielwelt die man nach Herzenslust erforschen, oder in der man nach Geheimnissen und Verstecken suchen kann. Es ist eher ein rundenbasierter Team-Shooter mit ein paar Rollenspielelementen.

In den Raids müsst ihr z.B. eine bestimmte Anzahl von Zielobjekten unter Zeitdruck ausschalten.
In den Raids müsst ihr z.B. eine bestimmte Anzahl von Zielobjekten unter Zeitdruck ausschalten.

Die Kreative Freiheit beim Basteln eigener Fahrzeuge ist hierbei die größte Stärke des Spiels. Egal wie abgedreht eure Ideen sind, wenn ihr das nötige Material habt, könnt ihr sie umsetzen. Das benötigte Zeug könnt ihr euch dabei entweder erspielen, oder auch auf dem spielinternen Schwarzmarkt für Ingamewährung kaufen. Diese bekommt ihr für das Verkaufen eigener Teile, oder für Echtgeld im PSN-Store.

Auf dem Schwarzmarkt könnt ihr euch neue Ausrüstung und Teile kaufen.
Auf dem Schwarzmarkt könnt ihr euch neue Ausrüstung und Teile kaufen.
3 von 5 Sterne

Fazit

Crossout ist im Grunde kein klassisches MMOG, sondern eher ein Team-Shooter mit Rollenspielelementen. Ob das gut oder schlecht ist, ist Geschmackssache. Ich für meinen Teil, vermisse die freie Spielwelt, das Erkunden und das sinnlose rumlaufen (bzw. fahren) und das Aufstöbern kleiner Geheimnisse.  Als Team-Shooter ist es allerdings ein echtes Sahnestück. Vor allem die kreative Freiheit und die unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten der Fahrzeuge sind fantastisch. Und mit einem guten Team machen die Gefechte mächtig viel Laune. Motorensound, Geballer und Explosionen … das lässt Männerherzen höher schlagen und Frauen dahin schmelzen.

Getestet wurde die Spielversion 1.03 auf der PlayStation 4 Pro.

 


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