[ TEST ] Injustice 2

Seit dem 16. Mai ist Injustice 2 nun schon verfügbar. Mit ein wenig Verzögerung haben auch wir uns in die Superheldenprügelei gestürzt. Was wir vom Spiel halten, erfahrt ihr im Test.

Ersteindruck

Beim ersten Start gibt’s natürlich erstmal das obligatorische Tutorial, in dem euch erstmal das Laufen, bzw. Prügeln, beigebracht wird. Schon hier fällt auf, dass wildes Draufhauen nur selten zum Erfolg führen wird. Angefangen bei einfachen Combos bis hin zu Comboketten, bei denen jedem Gegner Hören und Sehen vergeht, ist alles dabei, was das Herz begehrt.
Dabei hat jeder Charakter neben den Basis-Mooves auch ein großes Repertoire an individuellen Attacken und Mooves, die sich im Spielverlauf sogar noch durch zusätzliche Mooves ergänzen lassen. Hierzu ist lediglich etwas Lootglück von Nöten.

Die Charakterauswahl bietet für jeden Spielstil etwas.
Die Charakterauswahl bietet für jeden Spielstil etwas.

Die Auswahl an Charakteren kann sich sehen lassen. Altbekannte wie Batman, Superman, The Flash oder Green Lantern sind natürlich dabei. Aber auch ein paar unbekanntere geben sich in Injustice 2 die Ehre. Zum Beispiel die Leopardendame Cheetah, oder der mächtige Zauberer Dr. Fate. Dazu gesellt sich eine beachtliche Anzahl weiterer interessanter Charaktere aus dem DC-Universum. Wenn man die zusätzlichen Kostüme einiger vorhandener Charaktere nun noch dazu zählt, gibt es sogar noch ein paar mehr, als die Charakterauswahl zeigt. Wie Zum Beispiel Power Girl, Mr. Freeze, oder der Cyborgs „böser Zwilling“ Grid.

Im Ausrüstungsmenü könnt ihr eure Charaktere nach Herzenslust ausrüsten und umgestalten.
Im Ausrüstungsmenü könnt ihr eure Charaktere nach Herzenslust ausrüsten und umgestalten.
4 von 5 Sterne

Gameplay

Beim Gameplay hat man sich glücklicherweise keine komplizierten Neuerungen einfallen lassen. Wer den Vorgänger gespielt hat, wird ohne Probleme mit Injustice 2 klar kommen. Die kleinen Ergänzungen bei den Moves gehen auch relativ schnell in Fleisch und Blut über.
Es gibt wie immer leichte, mittlere und harte Schläge und die damit verbundenen Spezialbewegungen und -Mooves und als Kirsche auf der Torte gibt es natürlich auch wieder charakterspezifische Super-Moves, die dem Gegner besonders einheizen.

Die Super-Mooves sind, wie schon im Vorgänger, fantastisch in Szene gesetzt.
Die Super-Mooves sind, wie schon im Vorgänger, fantastisch in Szene gesetzt.

Die Navigation in den Menüs stellt auch kein Problem dar. Die große Auswahl an Spielmodi ist übersichtlich und ergibt Sinn. Lediglich der klassische Arcade-Modus, der für jeden Charakter ein individuelles Ende nach dem Durchspielen bereit hält, ist etwas versteckt und hat einen neuen Namen. Mehr dazu gibt’s im Testvideo.

Wer mal eben eine kurze Runde zwischendurch spielen möchte, aber trotzdem nicht auf eine kleine Belohnung verzichten will, der findet im Multiversum auch kleinere Aufgaben, die sich in ein paar Minuten erledigen lassen und euch am Ende mit ein paar Lootboxen belohnen.

Das Multiversum bietet immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen.
Das Multiversum bietet immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen.
4 von 5 Sterne

Grafik/Sound/Technik

Optisch gibt es nicht das geringste zu bemängeln. Keine flimmernden Kanten oder Texturen, keine seltsamen Glitches, oder Bugs. Es sieht fantastisch aus und bietet durch die unzähligen Möglichkeiten eure Ausrüstung anzupassen auch jede Menge optische Vielfalt.

Beim Sound gibt es da allerdings ein paar kleine Kritikpunkte. Die Hintergrundmusik setzt gelegentlich aus und auch die Dialoge könnten etwas mehr Lippensynchronität vertragen. Und auch die Soundeffekte weisen gelegentlich ein paar Fehler auf. Es kommt vereinzelt zu leichtem Stottern. Im Eifer des Gefechts fällt das nicht ganz so stark auf, aber hier ist dennoch Verbesserungsbedarf.

Wer sieht das versteckte Easteregg?
Wer sieht das versteckte Easteregg?

Auch technisch ist noch ein wenig Luft nach oben. Vor allem in den Zwischensequenzen des Storymodes war die Framerate oft etwas instabil und ungleichmäßig. Auch in der Charakterauswahl gab es häufig ein kurzes Stocken und das Bild fror für einen kurzen Moment ein. Das Problem trat sowohl auf der PlayStation 4, als auch auf der PlayStation 4 Pro auf. Auch kam es ein paar mal vor, dass sich das Spiel während eines Ladevorgangs aufgehangen hat.

Technisch müssen also noch ein paar Schrauben nachgezogen werden, damit es ein absolut rundes Spielerlebnis wird.

Jeder Charakter hat natürlich seine individuellen Mooves.
Jeder Charakter hat natürlich seine individuellen Mooves.
3 von 5 Sterne

Umfang

Der wohl größte Pluspunkt von Injustice 2 ist der Umfang. Angefangen bei einem sehr guten Story-Mode, über mehrere Singleplayer- und Multiplayer-Modi, bis hin zum umfangreichen Ausrüstungssystem, das dem eines umfangreichen Rollenspiels in nichts nachsteht, gibt es immer wieder neue Anreize noch eine Runde mehr zu spielen.

Unzählige Welten ... unzählige Helden und Schurken ... unzählige Kriesen.
Unzählige Welten … unzählige Helden und Schurken … unzählige Kriesen.

Dabei könnt ihr euch sowohl im Alleingang, als auch zusammen mit bis zu 49 weiteren Spielern in einer Gilde im Multiversum austoben. Für die erfolgreiche Erfüllung eurer Pflichten winken Lootboxen (genannt Motherboxen) mit Ausrüstungsgegenständen und ab und zu auch mit neuen Fähigkeiten, mit denen ihr eure Charaktere verbessern könnt.

Ob alleine oder mit der Gilde ... Jeder Planet im Multiversum bietet euch zahlreiche Aufgaben.
Ob alleine oder mit der Gilde … Jeder Planet im Multiversum bietet euch zahlreiche Aufgaben.
4 von 5 Sterne

Fazit

Wer Injustice: Gods among us mochte, wird Injustice 2 lieben. Aber auch Neulinge werden nicht enttäuscht. Das Spiel bietet für einen „simplen“ Prügler enorm viel Inhalt und dürfte die meisten für Wochen, wenn nicht sogar noch länger, bei Laune halten. Und auch wenn es nur mal eine kleine Runde zwischendurch sein soll, ist was dabei. Injustice 2 ist eine Superheldenprügeile der Extraklasse.

Getestet wurde die Spielversion 1.04 auf der PlayStation 4 und der PlayStation 4 Pro.

 


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