[ TEST ] TEKKEN 7

Mit Tekken 7 hält das legendäre Prügelspiel endlich Einzug auf die PS4. Wir haben das Beat Em Up von Namco Bandai für euch getestet.

Ersteindruck

Der Story-Modus von Tekken 7 rückt diesmal stärker in den Vordergrund und konzentriert sich auf den Familienzwist der Mishimas. Heihachi und sein Sohn Kazuya sind nicht nur Todfeinde, sie konkurrieren auch um den Firmensitz von Mishima Zaibatsu, einem weltumspannenden Konzern. Damit die Machtverhältnisse ein für alle Mal geklärt werden, ruft Heihachi das siebte Iron Fist Turnier aus. Der Gewinner bekommt alles.

Der Story-Modus des etwa 46 GB großen Spiels kommt erfrischend actionreich und mit einer wuchtigen Inszenierung daher. Zwischen den Kämpfen erfahren wir viel über die Intensionen der einzelnen Protagonisten. Auch der Ursprung der so hasserfüllten Beziehung zwischen Vater und Sohn wird in den zahlreichen Filmsequenzen aufgeklärt.

Besonders hilfreich für Serien-Neulinge, die bisher nicht mit der Handlung von Tekken vertraut sind, ist die Galerie. In der können wir uns alle Filmsequenzen aller vergangenen Tekken-Ableger erkaufen und ansehen. Wer jetzt vom Wort „erkaufen“ abgeschreckt wurde, weil man Micro-DLC’s dahinter vermutet, den können wir beruhigen. Die zahlreichen freischaltbaren Items, mit denen sich unsere Kämpfer optisch anpassen lassen, verdienen wir uns in den Treasure Kämpfen. In den Treasure-Kämpfen müssen wir uns gegen immer stärkere CPU-Gegner beweisen. Jeder Sieg von uns wird mit einer Schatzkiste belohnt, in der sich ein zufälliges Item befindet.

5 STERNE
5 von 5 Sterne

Gameplay

Die Kämpferauswahl umfasst über 30 Kämpfer und ist damit so üppig ausgestattet wie noch nie in einem Tekken-Ableger. In der Auswahl finden wir alte Bekannte Gesichter wie Law, Eddy, King, Paul oder Yoshimitsu. Neben den vertrauten Serien-Kämpfern haben es auch acht neue Charakter in die Serienauswahl geschafft. Die Kämpfer sind gut miteinander ausbalanciert und bieten eine sehr breitgefächerte Auswahl an unterschiedlichen Kampfstilen.

Die Steuerung ist dabei erstaunlich präzise und anpassbar gelungen. Im Pausenmenu können wir jederzeit alle Tasten unseres Controllers völlig frei nach unseren Wünschen belegen. Das ist besonders dann wichtig, wenn man die unzähligen Combos eines Charakters beherrschen will um aus seinen Gegnern Kleinholz zu machen. Die wuchtigen Combos waren schon immer ein großes Aushängeschild der Tekken-Serie. Am Ende gewinnt der, der die Angriffe seines Gegenübers im richtigen Augenblick blockt, um ihn sogleich mit zerstörerischen Crushern K.O zu hauen. Einzig die Steuerungsabfrage der Seitwärtsschritte ist etwas hakelig ausgefallen. Allzu oft passiert es uns, dass wir, statt einen Seitwärtsschritt zu tun, nach oben springen.

Eine große Neuheit in Tekken 7 sind die Rage Arts – mächtige einmalige Angriffe, über die jeder Kämpfer verfügt. Ein Rage-Art erhalten wir immer dann, wenn wir nur noch einen kleinen Teil unserer Energie übrighaben und kurz vor der Niederlage stehen. Ab da sind wir von einer roten Aura umgeben. Die Rage-Art lässt sich einfach per Tastendruck auf R1 auslösen und wir starten einen vernichtenden Schlag gegen unseren Kontrahenten. Ein gut eingesetzter Rage Art, schafft es oftmals das Blatt noch zu wenden. Doch diese übermächtige Attacke hat auch eine große Schwäche: sie lässt sich leicht blocken. Mit zunehmender Spielepraxis bekommen wir mehr und mehr ein Gefühl für das Kampfgeschehen und schaffen es immer zuverlässiger, den Rage Art des Gegners abzuwehren.

5 STERNE
5 von 5 Sterne

Multiplayer

Wie es sich für ein waschechtes Beat Em Up gehört, finden wir in Tekken 7 natürlich auch einen offline und einen online Multiplayer, in dem wir uns mit anderen Recken messen können. Die Online-Modi sind hierbei aber recht überschaubar. Wählen können wir zwischen der schnellen Mitspieler-Suche, dem Ranglisten-Spiel, in dem wir auch für jeden Sieg mit einem höherwertigen Rang belohnt werden.

Das Herzstück des Multiplayers markiert wohl der Turniermodus, in dem bis zu acht Mitspieler in einem Achtelfinal-Turnier gegeneinander antreten. Die Gewinner des Turniers kämpfen dann im Finale um den Pokal.

4 STERNE
4 von 5 Sterne

Grafik / Sound

Die Grafik von Tekken 7 tut es den Kämpfern gleich und lässt auf der PS4 ordentlich die Muskeln spielen. Die Charaktere wirken in der Unreal Engine 4 besser als je zuvor. Einzig die Hintergründe der 21 Arenen sind etwas trist ausgefallen. Die Bildrate läuft auf der PS4 und der PS4 Pro in sehr stabilen 60 fps und sorgt für flüssige und präzise Kämpfe. Unterschiede gibt es hingegen in der Auflösung.

Während die PS4 Version nur in 900p etwas verwaschen über den Bildschirm flimmert, zeigt sich die PS4 Pro Version mit 1080p. Schade ist allerdings, dass die PS4 Pro Version über keinen 4K-Modus verfügt. Aber angesichts der flüssigen Bildrate ist das zu verschmerzen.

4 STERNE
4 von 5 Sterne

Umfang

Tekken 7 zeigt sich mit 35 Kämpfern in 21 Arenen so umfangreich wie noch nie. Auch der unterhaltsame Story-Mode wird euch etwa 4 Stunden beschäftigen, was für ein Beat Em Up mehr als ordentlich ausgefallen ist. Auch abseits des Story-Modes gibt es viel zu tun. So verfügt jeder einzelne Charakter über eine weitere kleine Story und im Treasure Mode gehen wir stundenlang auf sammeljagt und perfektionieren im Trainingsmodus unsere Combos. Das Sahnehäupchen bildet dann der Multiplayer, in denen wir uns in endlosen Kämpfen gegen unsere Freunde messen können. Schade nur, dass der Tag Tournament Mode komplett fehlt.

4 STERNE
4 von 5 Sterne

VR

Die PS4 Version von Tekken 7 wird mit VR-Unterstützung angeworben. Wer jetzt aber meint, dass wir mittels PlayStation VR spektakuläre Story- und Multiplayer-Kämpfe erleben können, der wird schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Lediglich den Charakter-Editor und einen festgelegten Trainingskampf lässt uns Bandai-Namco bestreiten. Für mehr hat den Entwicklern anscheinend die Lust gefehlt. So wirkt der VR-Modus aber wie ein lieblos dahingeworfenes Gimmick. Sehr schade. Das wäre die große Chance von Tekken gewesen, sich technisch deutlich von Genre-Konkurrenten wie Injustice und Street Fighter abzuheben.

1 STERNE
1 von 5 Sterne

Fazit

silver-awardMit Tekken 7 ist den japanischen Entwicklern von Bandai Namco nach acht Jahren ein mehr als würdiger Nachfolger zum sechsten Teil gelungen. Die schnellen und powervollen Combos machen Spaß und die präzise Steuerung im Verbund mit der flüssigen Bildrate sorgt für reibungslose Kämpfe, die sich einfach gut anfühlen. Die zahlreichen Charaktere sind gut miteinander ausbalanciert und unterscheiden sich stark in ihren Kampfstilen. Schwächen muss man in Sachen Gameplay mit der Lupe suchen. Der Story-Mode mag die trashige Handlung eines 90er Jahre B-Movies haben und dennoch ist er sehr unterhaltsam inszeniert und treibt den Jahrzehnte währenden Kampf der Mishimas auf die Spitze.

Beat Em Up Fans, und alle die es werden wollen, sollten unbedingt zu Tekken 7 greifen.

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Ein Kommentar zu “[ TEST ] TEKKEN 7”

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