[ TEST ] DREADNOUGHT (Beta)

Seit einiger Zeit läuft die Beta zu Dreadnought auf der PS4. Wir haben uns für euch mal in die Schlacht gestürzt und geschaut, was das Free2Play-Spiel bisher zu bieten hat.

Ersteindruck

Battlestar Galactica trifft auf World of Warships. So, oder so ähnlich wirkt das Spiel beim ersten Hinsehen.

Die ersten Minuten im Spiel verbringt ihr damit einen Charakter zu erstellen, wobei ihr zwar nur wenige Möglichkeiten habt, euren Charakter zu individualisieren, aber die eigentlichen Stars im Spiel sind sowieso die riesigen Schiffe.

Nach dem Erstellen des Charakters gibt’s ein kleines Tutorial, in dem euch das Fliegen und die wichtigsten Grundlagen beigebracht werden. Wer nicht warten möchte, kann das Tutorial aber auch überspringen und zur Not später noch nachholen.

Das Menü wirkt im ersten Moment etwas unübersichtlich, aber da fummelt man sich mit der Zeit rein. Allerdings sind die Bilder und Schriften an einigen Stellen so dermaßen klein, dass selbst Augen zusammenkneifen nichts bringt.

Das Menü wirkt Anfangs noch etwas unübersichtlich und überladen.
Das Menü wirkt Anfangs noch etwas unübersichtlich und überladen.

Gameplay

Wer erwartet, dass die riesigen Raumschiffe so agil sind wie X-Wings in Star Wars, der wird ziemlich schnell merken, dass er auf dem falschen Dampfer ist. Die gewaltigen Stahlkolosse sind ungefähr so wendig wie Einfamilienhäuser.

Allein das sorgt schon dafür, dass das Spielgeschehen etwas träge rüberkommt. Wer rasante Action gewohnt ist, der muss sich daran erst etwas gewöhnen. In den Gefechten ist wildes herumfliegen meist sowieso nicht ratsam. Es bietet sich eher an, in einem Canyon oder hinter einer Bergspitze Deckung zu suchen und sich zum Angreifen hoch und zum Deckung suchen wieder runter zu bewegen. Ein offenes Gefecht werdet ihr nicht lange überstehen.

Die Steuerung der Waffen ist vor allem für Anfänger etwas schwierig. Bis man raus hat, welche Waffe in welcher Situation am sinnvollsten ist, wird einige Zeit vergehen.

Ihr könnt jedes Schiff zu neuen, stärkeren Schiffen weiterentwickeln.
Ihr könnt jedes Schiff zu neuen, stärkeren Schiffen weiterentwickeln.

Alles in allem spielt sich Dreadnouht in etwa so, wie man es bei riesigen Raumschiffen auch erwarten würde. Schwerfällig und eher mit Focus auf Taktik und Strategie. Vor allem im Team kann man mit der richtigen Strategie jeden Gegner auseinander nehmen. Oder ein spannendes Gefecht mit einem gleichwertigen Gegner erleben.

Spielt ihr aber in Random-Gruppen, artet das Gefecht oft in wildes Geballer aus. Dadurch kommt zwar ein kleines bisschen mehr Action ins Geschehen und es KANN auch funktionieren, aber leider geht dadurch auch der eigentliche Sinn des Settings verloren: Strategische Gefechte.

Vor der Schlacht könnt ihr den Planeten, auf dem sie stattfindet, nochmal in all seiner Pracht bewundern.
Vor der Schlacht könnt ihr den Planeten, auf dem sie stattfindet, nochmal in all seiner Pracht bewundern.

Grafik/Sound/Technik

Da es sich um eine Beta handelt, gehen wir auf die technischen Aspekte nur ganz oberflächlich ein.

Optisch sehen sowohl die verschiedenen Schiffe, als auch die Umgebung extrem gut aus. Die riesigen Kolosse machen echt was her und geizen auch nicht mit kleinen Details. Die Schlachtfelder sind nicht nur optisch gut gestaltet. Auch für taktisches und strategisches Vorgehen hat man sich was einfallen lassen. Angefangen bei Canyons in denen ihr Deckung suchen könnt, bis zu Steinbögen unter denen ihr Schutz vor Gegnern über euch findet, ist das Design der bisher verfügbaren Maps durchweg gelungen.

Die optische Gestaltung der Maps kann sich auch sehen lassen. Es gibt verschneite Eiswelten, marsähnliche Steinwüsten oder auch grüne Gebirge. Und wer lieber im Weltraum unterwegs ist, bekommt auch Kämpfe in einem Asteroidenfeld geboten.

In der Schlacht ist Taktik und Strategie gefragt.
In der Schlacht ist Taktik und Strategie gefragt.

Wenn’s nach uns geht, dann hätten wir auch nichts gegen weitere Maps, wie zum Beispiel eine paradiesische Insellandschaft mit Palmen und langen Stränden, oder auch eine Vulkanlandschaft inklusive Lava speiendem Vulkan der gelegentlich auch Lava und Felsen in die Luft spuckt und dabei auch die Schiffe beschädigen oder gar mit einem schlag zerstören kann.

Der Sound wirkt an einigen Stellen etwas schwach auf der Brust. Da feuert man mit schwerem Geschütz auf seinen Gegner und akustisch hat man das Gefühl mit einem Luftgewehr auf ihn zu schießen. Da fehlt das wuchtige und brachiale, das auch die gewaltige Größe der Schiffe etwas untermauert und ebenfalls für ein atmosphärisches Erlebnis wichtig ist.

Kleine Technik-Baustellen gibt es wie in jeder Beta. So fiel in einigen der Matches der Sound komplett aus und ein Neustart des Spiels musste her. In einer Beta kann sowas aber schonmal passieren.

Nutzt die Umgebung um Deckung zu finden.
Nutzt die Umgebung um Deckung zu finden.

Umfang

Da in der Beta noch nicht alle Inhalt zur Verfügung standen, lässt sich der Umfang auch nur schlecht bewerten. Für eine Beta-Version war es in Ordnung.

In der finalen Version stehen euch laut den Entwicklern 5 Schiffsklassen zur Verfügung, von denen jede ihre eigenen Besonderheiten hat. Von gewaltigen und schweren „Tank-Schiffen“, über Fernkampfschiffe und Reparaturschiffe bis hin zu etwas wendigeren für die Nahdistanz sind alle Klassen vertreten, die man auch in einem klassischen MMO finden kann. Es ist also für jeden Spielstil das passende dabei.

Die Umgebung und die Schiffe sehen fantastisch aus.
Die Umgebung und die Schiffe sehen fantastisch aus.

Fazit

Dreadnought ist kein Spiel für Jederman. Wer dynamische Schlachten und schnelle Action haben will, der wird wohl eher enttäuscht sein. Wer allerdings taktische und strategische Gefechte sucht, der könnte hier durchaus seinen Spaß haben. Vor allem in einem eingespielten Team. Was uns die Entwickler im finalen Spiel noch bieten werden, lässt sich nicht sagen, aber wenn sie das Niveau halten und noch den ein oder anderen Schönheitsfehler ausbügeln, dann erwartet uns eine richtige Perle.


Getestet wurde die Spielversion 1.01 auf der PlayStation 4 Pro.


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