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LOOTBOXEN – normal, Sucht, Verbot, Zwang, nette Beilage ?

Im vergangenen Jahr wurde das Wort „Lootboxen“ für Computerspiele als regelrechte Abzocke bei den Spielern gesehen, nun beschäftigen sich sogar die Landesmedienanstalten damit.

Das Thema Lootboxen ist keine neue Diskussion, aber mit dem neuem Star Wars Battlefront 2 ging ein regelrechter Aufschrei durch die Community, da spielinterne Objekte eher schneller käuflich zu erwerben waren, als diese überdurchschnittlich im Game sich erspielen zu können.

Eine Lootbox beinhalten für ein Spiel Gegenstände wie Items, Waffen, Lackierungen und weitere Gadgets, welche vorab nicht ersichtlich sind. Käufer einer Box wissen vorab nicht was dessen Inhalt ist. Es ist daher wie eine Lotterie und kann schnell zu einer Sucht führen, wenn diese Lootboxen spielrelevante Inhalte enthalten, die nur durch eine überdurchschnittliche Spielzeit zu erlangen sind. Der Kauf einer Lootbox ist daher schnell interessant um an die vollen Inhalte eines Spiels zu kommen.

Aufgrund der derzeit vorliegende Lage, hat die Universität Hamburg eine noch unveröffentlichte Studie getätigt, die verdeutlichen soll wie diese Lootboxen im Zusammenhang mit Glücksspiel und deren Mechanismen steht. Die Videospieleindustrie setzt schon seit Jahren auf derartige Vorgehensweisen, das ist bei den Spielern auch als Mikrotransaktion bekannt. Nun überprüfen die Landesmedienanstalten diese Vorgänge und es ist sogar ein Verbot der Lootboxen wahrscheinlich, da Glücksspiel in Deutschland verboten ist, vor allem für unsere Jugend. Spielesucht ist ein Thema in Deutschland wie Alkohol und Drogen. Zuletzt wurde sogar publik, dass sich Publisher gewisse Mechanismen patentieren lassen/ haben/ wollen.

Im diesem Sinne gehören die Lootboxen aus unsere Sicht verboten ! Der Spieler sollte für sein Geld nicht nur ein vollwertiges Spiel erhalten, sondern auch erkennen können, welche Inhalte er für sein Geld erhält. Sicherlich sind sogenannte Schatzkisten als Belohnung für sein Spiel (-zeit) immer eine nette Herausforderung solange diese keine spielrelevanten Inhalte beinhalten und zudem käuflich sind. FIFA-Spieler können sicherlich davon ein Lied singen, denn ohne FUT Packs mit namenhaften Spielern brauchen diese keine Online-Spiele beitreten um auch chancenmässig einen Sieg erringen zu können. Aber auch in anderen Spielen kommen diese einer Verlockung nahe, sich Inhalte zu kaufen statt zu erspielen.

In der aktuellen Diskussion brauchen wir sicherlich die Vorgänge nicht alleine Electronic Arts vorwerfen. Auch andere Publisher praktizieren diese Lootboxen. Es geht dabei um die gesamte Videospiele-Industrie und alle Publisher sitzen da mit im Boot und jeder von ihnen tätigt diese Vorgänge bisher ganz legal und macht sich (noch) nicht starfbar. Zudem sollte jeder Spieler über einen gesunden Menschenverstand verfügen um zu wissen, wann man sich mal was gönnt und wann Schluß ist. Kein Spieler wird bisher zum Kauf von Lootboxen gezwungen, aber die Verlockung ist bei jedem Spiel jederzeit gegeben und daher muss unsere unerfahrende Jugend davor geschützt werden.

Es bleibt also abzuwarten wie die Reaktionen der Spieler verbleiben, wie die Landesmedienanstalten und der deutsche Jugendschutz handeln werden. Uns wäre es auch viel lieber und klarer, ein Spiel mit allen Inhalten zu erhalten, welche auch vollwertig nach einigen Stunden komplettiert werden kann und wir persönlich durch nur wenige DLCs das Spiel für eine weitere Dauer für uns interessant halten können.


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