[ TEST ] BATTLEFIELD HARDLINE – Kopf oder Zahl

Battlefield Hardline, Polizei oder Gangster ? Samt Battlefield 4 Optik und Auftritt scheint es ein Add-On Spiel zum Vollpreis zu sein.

Battlefield Hardline bietet dem Spieler ein neues Setting, nicht immer die selbe Leier wo die guten Amis gegen die bösen Russen kämpfen. Für einen Ego-Shooter mal was anderes. Wilde Verfolgungsjagden mit wahnsinnigen Stunts, davon erzählten die Trailer vorab. Doch kann Visceral  halten was uns versprochen wurde ?

So legen wir Battlefield Hardline in unsere Playstation ein und ein uns bekanntes Menü erscheint auf dem Bildschirm.

Menü/Startbildschirm:

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Nichts Neues aber sehr übersichtlich gehalten. Der Battlefield 4 Spieler wird das Menü kennen und auch alle Unterpunkte. Nur in den Optionen wird man etwas überrannt in der Fülle der Möglichkeiten, sein individuelles Gameplay anzupassen. Neulinge könnten mit so mancher Einstellung überfordert sein. Es braucht Zeit und Rat, hier die einzelnen Punkte zu verstehen.

Auch wenn diesmal Visceral statt DICE das Spiel entwickelte, bediente man sich hier eindeutig an Battlefield 4. Für ein neues Spiel zu ideenlos. Nicht alle Einstellungen lassen sich vor dem Multiplayer hier einstellen, erst im Multiplayer selber, darf man die Gadgets für die Fahrzeuge einstellen.   7/10 Punkte

Gameplay

Battlefield kennzeichnet sich durch einen riesigen Multiplayer aus und wird auch hauptsächlich wegen diesem gespielt. Dennoch haben wir uns die Episoden reingezogen und können hier von einer Story sagen: Nichts besonderes aber schick.

Die Story wird erzählt, in dem man am Ende anfängt und die Geschehnisse der Vergangenheit erleben darf. Die Frostbite-Engine zeigt hier ihr Können. Volle 900p bei 60 Bildern pro Sekunde bieten einen Augenschmaus. Diese ist auch sehr gut im Ablauf und kann einem aber nicht direkt vom Hocker hauen. Es fehlt einem die  Persönlichkeit der Handlungspersonen. Alles ist aufgebaut wie eines der vielen US-Crime Serien und bietet die eine oder andere Action-Szene. Der Soundtrack von Paul Leonard-Morgan kann einem auch nicht direkt die Imposantz des Spiels vermitteln und wirkt eher etwas verstörend und unpassend.

Der Multiplayer, das Prestige-Objekt eines jeden Battlefield-Spiels, steht da natürlich eher im Vordergrund. Viele neue Maps, Fahrzeuge ganz ohne Panzer, weitere Spielmodies mit dem Heist und Hotwire können auf den ersten Blick dennoch überzeugen. Bis zu 64 Mann tummeln sich im Eroberungsmodus. So darf sich auch ein Call of Duty „Suchen und Zerstören“ Fans an den zusätzlichen und neuen Spielmodies erfreuen. Auch ein Counter Striker wird hier etwas finden. Leider fehlt uns der „Rush-Modus“, denn diesen finden wir nur in abgewandelter Form wieder und ist nicht so prickelnd.

Zum ersten Mal seit langen, ist uns kein bekanntes Objekt an Gebäuden oder Containern aus den vergangenen Battlefield Teilen ins Auge gefallen. Hier wurden völlig neu Maps gestaltet, die alles andere als nur langweilig wirken.

Battlefield™ Hardline_20150327225053Battlefield Hardline hat ein schnelleres Gameplay, doch leider kommt die Steuerung nicht ganz hinterher und wirkt eher lahm wie in Killzone. Unpassend zum Spiel, so wird einem der Eindruck erweckt, Input-Lag. Das ist frustrierend, wenn man auf die Eingabe am Controller visuell warten muss. Auch trödelt unser Charakter beim Waffenwechsel oder Magazintausch. Sowas geht in einem Shooter mal gar nicht.

Grafik:

Im Singleplayer hui, im Multiplayer pfui. Der Multiplayer hat zu viele grafische Fehler und ist gegenüber dem Singleplayer nicht anzusehen. Im Multiplayer werden niemals 900p bei 60 Bildern pro Sekunde erreicht.

Sound:

Klangtechnisch zu laut, unsauber aber mit viel Wums und Bums. So mancher Moment wird vom nächsten Moment verschluckt. Eher auch etwas eintönig bei den Effekten will unsere THX Anlage nicht so richtig aufblühen. Musik im Multiplayer trifft dann auch nicht jedermanns Geschmack.

Gute Ideen die nicht ganz zu Ende gedacht wurden. Ein Gameplay wie in Battlefield 4. 6/10 Punkten

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Umfang/ Spielangebot/ Langzeitmotivation

Ein Shooter wie man es von Battlefield gewöhnt ist. Story und Multiplayer sorgen im ersten Ansatz für viel Spielzeit. Mit Premium kann das Angebot im Multiplayer erweitert werden.

Die Story ist dann auch in den bekannten unter 10 Stunden durchgespielt und es gibt auch keine weitere Motivation diesen nochmal durchzuspielen. So muss der Multiplayer zeigen was er kann. Mit 150 Rängen, einer Vielzahl an Waffen und Aufsätzen, kann man sich dort schon beschäftigen.

Der Hotwire-Modus ist gut und fast schon geil, wirkt aber nach dem Kohle scheffeln eher langweilig und die erhofften wilden Verfolgungsjagden werden vom RPG und C4 Camper zu Nichte gemacht. 64 Spieler bei Eroberung und gar 64 im Team-Deathmatch verdeutlichen, das Spiel braucht eigene Lobbys oder wie man es in Battlefield je her kennt, Mietserver. Doch weitere 60 Euro im Vierteljahr investieren ? Dafür lohnt es sich nicht wirklich, da einem nach einer gewissen Spielzeit alle schlechten Erinnerungen von Battlefield 4 vor die Augen geführt werden. Leider variierte die Häufigkeit von spielbar bis Frust bei diesem Game zu sehr. Spass ist da, nur eine dauerhafte Garantie kann nicht versprochen werden. Waffenbalancing, Hitmarker und Kollisionabfrage sind stark verbesserungsbedürftig.

Tolle Ansätze mit liebevoller Gestaltung der Maps und drumherum. Leider nicht fertiggebracht und wenn Fehler die Ideen überschatten, macht sich mehr Frust als Lust breit. Abwarten wie einst in Battlefield 4 ? Nein danke. 5/ 10 Punkten

Innovationen der Playstation 4

Bis auf das von Sony geforderte Remote Play, kann Battlefield Hardline mit nichts aufwarten. Das Touchpad ist ein riesiger Battlelog-Button, der Lautsprecher am Controller bleibt stumm, die Lightbar unbedeutend. Second Screen ungenutzt. Man könnte auch den PS3 Controller nehmen und würde keinen Unterschied feststellen. Remote-Play ist nur über Playstation TV spielbar, auf der PS Vita ist man nur Kanonenfutter. 2/ 10 Punkten


Fazit:

Schade um die tolle Idee. Mit nur 20 von 40 Punkten heißt es dann Münze werfen. Kopf oder Zahl. Hat man sich zum Kauf entschieden, muss man die Fehler wohl oder übel in Kauf nehmen. Alleine Nagelsperren und plattbare Reifen würden das Spiel aufwerten. Auch das es im Premium diesmal nur 4 statt der gewohnten 5 DLCs für ein Battlefield gibt, macht es uninteressant. Zu viele Frustmomente trüben das Erlebnis. Wenn das die Vorentscheidung für Star Wars Battlefront ist, dann Gute Nacht Dice.

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