Spiele Test

[ TEST ] F1 2018 – nicht nur eine neue Saison !

Die Formel 1 macht gerade Sommerpause und Codemasters bringt euch pünktlich zur gamescom am 24. August die aktuelle Saison auf die Konsole. Wir konnten uns in die neue Saison begeben und haben das Spiel natürlich ausgiebig getestet.

Im Vorfeld hat der Game Director von F1 2018, Lee Mather,  uns schon viele Neuerungen versprochen und diese auch angekündigt. So ist F1 2018 nicht einfach nur eine Fortsetzung zur aktuellen Saison der Formel 1, sondern es wurde auch viele Features hinzugefügt, ausgebaut und verbessert.

Formel 1 2018 von Codemasters benötigt 42,53 GB auf der Festplatte und wurde von uns mit dem Patch 1.02 getestet. Zusätzlich erhielten wir die Bonuswagen der Headline Edition. Getestet wurde das Spiel bei uns auf der PlayStation 4 Pro samt SSD Festplatte, auf einem Samsung 4K/ HDR Fernseher und dem beyerdynamic MMX 300 samt Sound BlasterX G5. Neben dem normalen Dualshock 4 Controller kam auch das Logitech G29 Lenkrad zum Einsatz.


Ersteindruck

…es ist alles da ! 

Wie es sich für ein gutes Formel 1 Spiel gehört, wird es von einem aktionreichen und imposanten Intro geprägt. Kurz darauf landen wir in dem uns doch vertrauten Menü. Hier wurde bis auf das Erscheinungsbild keine Änderung vorgenommen. Ins Auge sticht uns aber das neue offizielle Layout der Formel 1. Logos, Lizenzen und mehr sind alle vorhanden, schließlich ist es das offizielle Video-Game der Formel 1.

Okay, um die Neuerungen für uns bemerkbar zu machen, stürzen wir uns in die umfangreiche Karriere. Diese steht bei diesem Spiel im Mittelpunkt und soll uns die Formel 1 hautnah erleben lassen. So erstellen wir uns anfänglich einen Charakter und können dabei sogar auf weibliche Avatare zurückgreifen. Nur noch Namen, Kürzel, Nationalität und einen der vielen Helme kurz selber farblich kreiert und schon kann es eigentlich losgehen. Wenn wir aber zurückdenken an den Übergang von 2016 auf 2017, so wurde dies alles übernommen. Diesmal fangen wir komplett von vorne an und daher vermissen wir ein wenig den „Treuebonus“.

Achja, ein Team müssen wir uns auch noch aussuchen. Selbst als Neuling können wir gleich auf alle Teams zurückgreifen und müssen nicht ganz unten bei Sauber & Williams anfangen. So entschieden wir uns für ein traditionsreiches Team aus England, McLaren war dann unsere Wahl. Da der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso erst vor wenigen Tagen seinen Rücktritt angekündigt hat, nahmen wir einfach seinen Platz neben Stoffel Vandoorne ein. Eine würdige Herausforderung steht uns damit bevor. Doch wer schon den Vorgänger F1 2017 gespielt hat, kann hier einfach den prozentualen Schwierigkeitsgrad ebenso auswählen. Wir stehen mit einem Wert von 80 zwar nicht in der obersten Liga mit dabei, aber passend um weder vorneweg zu rasen oder gar hinterher zu bummeln.  So können wir weiterhin auf einen individuellen Schwierigkeitsgrad greifen und müssen nicht diese Gratwanderung zwischen Profi und Legende eingehen. Unsere erste Wahl zur Eingabe ist der Controller wie bei vielen anderen, hier lassen sich wie schon seit 2010 die Tastenbelegungen alle selber konfigurieren. Das gefällt uns sehr gut, da nicht jede Eingabe immer unserm Geschmack entsprach und wir schon über die Jahre uns mit unserem System eingespielt haben. Selbstverständlich können alle PlayStation 4 lizenzierten Lenkräder verwendet werden.

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Die Formel 1 Saison beginnt in Down Under im wunderschönen Albert Park und schon werden wir neben dem Ingenieur Jeff und unserer Managerin Emma mit der neuen und jungen Reporterin bekanntgemacht, welche uns immer Fragen stellt. Damit sind die sehnlichst gewünschten Interviews nach Jahren zurückgekehrt. Diese Interviews sind aber nicht nur ein Beiwerk, sondern haben einen wichtigen Einfluss auf unser Verhalten und die gesamte Crew vom Team. Entweder steigt damit unsere Fairness im Team, die Moral der Entwicklungsabteilung, unser Ansehen im Team oder bei anderen, … oder halt im Gegenteil. Das ist halt der Rummel in der Formel 1. Doch wir gehen diesen unbequemen Fragen aus dem Weg uns setzen uns lieber in unseren orangen Boliden. Einmal Platz genommen stechen uns der „Heiligenschein“ Halo ins Auge und diese zwei Monitore. Wer den neuen „Heiligenschein“ in der Cockpit-Perspektive nicht will, kann diese in den Optionen auch ausschalten. Diesmal hat Codemasters alles vereint, das berühmte Tablet zur Fahrzeugeinstellung gibt es nicht mehr, scheint wohl zu oft dem Chefingenieur aus der Hand gefallen zu sein. Ganz bequem stellen wir wie gehabt unser Fahrzeug ein. Dabei haben wir einfach uns die Einstellungen aus 2017 notiert. Da wir uns hier in der ersten Trainingssitzung befinden, fiel auch ein Blick auf die Aufgaben im Training. Neu ist dabei das ERS (Energy Recovery System = Energierückgewinnung), wo wir es üben, üben und Handhaben lernen müssen…  dann heißt es Roll Out.


Gameplay

wir fühlen uns sofort wohl

So haben wir anfänglich einige Fahrhilfen uns zu Nutzen gemacht um nicht gleich den Boliden im nächsten Kiesbett zu versenken. Wie in jedem Jahr können wir auch diesmal diese uns nach unseren persönlichen Bedürfnissen anpassen. Codemasters hat diesmal einige noch besser verfeinert, denn alleine die automatische Boxenausfahrt im Albert Park wirft uns nicht gleich aus der Spur.

Das neue Reglement bekommen wir auch gleich zu spüren. Die Wagen liegen nun wesentlich besser auf dem Asphalt und das Handling gibt uns für eine Simulation ein wunderbares Feedback. So ist es für uns kein schwieriges Unterfangen in der ersten Runde, die Kurven und Schikanen sauber durchfahren zu können, es wird eher schon ein Feedback vermitteln um alles aus dem Wagen herausholen zu können. Wir sind schneller, was zu einem dem neuen Reglement zu verdanken ist, aber auch der guten Umsetzung. So haben wir keine Probleme mit über 300 km/h über die Piste zu donnern. Einzig und alleine das neue Feature des ERS müssen wir uns näher anschauen. Eine manuelle Steuerung mit dem Controller ist eher eine Kreuzfahrt der Finger und einmal mehr kommen die Vorzüge eines Lenkrads hier gut zur Geltung. Warum ? Ein Lenkrad hat einfach mehr Tasten. Wer mag kann das ERS aber auch automatisch für sich arbeiten lassen. Am Anfang sicherlich eine gute Lösung, wer aber einfach mehr will und schneller sein will, sollte sich dieser selber annehmen.

Die Verbesserungen zu F1 2017 kommen schon im ersten Training zum Vorschein. Während wir im letzten Jahr noch glatt 3 Sekunden in den ersten Trainings hinterhergefahren sind, haben wir nun unseren schönen Platz im Feld gefunden und sind somit gleich bei der Musik mit dabei. Sicherlich kann unsere McLaren nicht mit einem Ferrari oder Mercedes mithalten, aber das Renault-Team sollte zu knacken sein. Einmal mehr können wir jede Kurve voll ausreizen, über die Curbs heizen ohne gleich mit einem Dreher unsere Jagd nach der besten Zeit beenden zu müssen. Die Rückmeldung selbst mit einem Controller kommt wunderbar an und selbst Neueinsteiger werden schnell zu Recht kommen, da Codematsers zwar eine Simulation abliefert, diese aber so gut handelbar ist und uns Runde für Runde zaubern lässt. Andere Spiele wie z.B. Project Cars 2 sorgten eher für Frust und selbst das Spiel Gran Turismo Sport kann uns dieses Fahrgefühl nicht vermitteln.

Als langjähriger Formel 1 Gamer können wir sicherlich auf unsere Erfahrung bei vielen Strecken zurückgreifen und haben somit weniger Probleme, aber die neue Rennstrecke „Paul Ricard“ in Frankreich verlangt uns dann gleich mal eine ganze Trainingssaison ab um uns mit dem Layout vertraut zu machen.

Egal ob wir nun mit dem Dualshock 4 Controller oder dem Logitech G29 Lenkrad gespielt haben, in beiden Fällen vermittelt uns F1 2018 ein sehr schönes Fahrgefühl und macht somit Jung und Alt Spaß. Das ist wohl das wichtigste bei einer Simulation. Den letzten Kick und die letzten Zehntel lassen sich natürlich mit einem Lenkrad eher rausholen.


Grafik, Sound & Technik

nicht nur eine Fortsetzung

Grafisch präsentiert sich F1 2018 der Zeit entsprechend. Auf der PlayStation 4 sieht es mehr als nur gut aus und auf der PlayStation 4 Pro zeigt es sich in Checkerboard-Rendering 4K samt HDR bei 30 Bildern pro Sekunde. Alles wirkt sehr flüssig auch wenn bei hohen Geschwindigkeiten der Streckenrand etwas unscharf wird. Das ist aber so bei der ganzen Raserei! Optisch wurden alle Boliden der Saison entsprechend bis in kleinste Detail modelliert. Kein Wagen gleicht dem anderen, auch wenn zugleich noch nicht alle Details dem aktuell weiterentwickelten Stand entsprechen. Dies lässt sich aber sicherlich mit einem kleinen Patch korrigieren. Über einen Mangel an den kleinen und feinen Details kann nicht gemeckert werden. Die Boliden gehen bei ruppiger Fahrweise kaputt und dabei fallen sogar kleine Schäden ins Auge. Gummiabrieb ziert im Laufe des Rennens die Wagen, die Reifen zeigen deutlich ihre Verschleißspuren und der eine oder andere Crash lässt uns den Atem stocken.  Selbst die animierten Fahrer und Crews wirken nun detailreicher und sind eher zu erkennen. Im Vorgänger sah ein Toto Wolf eher sehr alt aus und nun ist mehr Freundlichkeit zu erkennen. Hier steht Codemasters fasst mit einem FIFA auf einer Stufe und braucht sich nicht zu verstecken. F1 2018 ist nicht nur ein grafisches Upgrade, sondern eher eine Neuauflage, die Unterschiede zu F1 2017 stechen deutlich heraus. Die schönste Formel 1 aller Zeiten. Keine hochpolierten Karossen wie in GT Sport, hier hinterlässt ein Rennen auch seine Spuren.

Auch beim Sound bietet Codemasters ein wahres Konzert der Formel 1. Wir hören deutlich die Unterschiede eines Mercedes, Ferrari und Renault Motors heraus und selbst zwischen einem Red Bull und McLaren gibt es klangliche Unterschiede herauszuhören. Die Reifen rattern über die Curbs, Verbremser lassen es quietschen, die Boxencrew knattert mit den Schlagschraubern beim Reifenwechsel und Jeff gibt uns nützliche Tipps und Anweisungen. Hierbei kann sogar der Speaker im Controller genutzt werden. Nur bei der Nutzung des Boxenfunks über ein Headset muss sich kurz der Sound des Wagens hintenanstellen und lässt diesen etwas störend leiser werden. Daran muss Codemasters noch arbeiten.

In puncto Ladezeiten hat Codemasters auch geschraubt, denn auch wenn wir eine schnelle SSD Festplatte verwenden, gegenüber F1 2017 wurden diese nun deutlich reduziert. Sicherlich sollten ein Gamer mit der eingebauten „Sony-Festplatte“ nicht gleich Wunder erwarten, aber die Ladezeiten beschränken sich nur einmalig vor jedem Rennen & Strecke.

Technisch hat sich F1 2018 weiterentwickelt. Die Grafik schwimmt mit auf dem heutigen Stand, der Sound lässt die 1,6 Liter Turbomotoren brüllen und selbst in der Box werden die Ohren verwöhnt, nur an der deutschen Synchronisation hapert es etwas und so mancher Boxenfunk überschlägt sich fasst mit seinen Informationen. Jeff! … das Problem ist nicht gravierend, aber daran müssen wir noch arbeiten. 

 


Umfang

…das wird eine lange Saison ! 

Im neuen F1 2018 wird uns nicht nur einfach eine Saison geboten, sondern neben der mehrjährigen Karriere gibt es das einzelne Grand Prix Wochenende, den Multiplayer. Zeitfahren, Events und eine umfangreiche Meisterschaft. Letzteres ist so umfangreich, dass wir hier kaum Zeit finden werden um alle absolvieren zu können. Der Reiz liegt hier aber wohl bei den historischen Rennboliden.

Letztendlich haben wir uns für die Karriere entschieden und wollen in den uns bevorstehenden (Spiele-) Jahren den Formel 1 Titel ergattern. Wie schon im letzten F1 2017 haben wir uns für ein Mittelklasseteam entschieden und wollen mit diesem Fuß in der Formel 1 fassen. Interessant dabei ist sicherlich die Weiterentwicklung des Formel 1 Wagens, welche auch in diesem Jahr mit dem Entwicklungsbaum getätigt wird. Doch während wir im letzten Jahr noch um jeden Entwicklungspunkt regelrecht alles geben mussten und die Entwicklung eher auf mehrere Jahre ausgelegt war, kommen wir diesmal besser voran und können den Baum besser freispielen. Dies liegt daran, dass Codemasters euch nun mehr Punkte gibt. Diesmal erhaltet ihr nicht nur Entwicklungspunkte für das Abschließen einer erfolgreichen Trainingsaufgabe, sondern auch für eure Leistungen am Wochenende. Nebenbei spielen die Antworten bei den Interviews eine tragende Rolle, denn je nach Antwort wird die Moral gestärkt oder gesenkt. So kommt Freude auf, unser Wagen hat zum dritten Rennen schon 4 neue Komponenten und weitere befinden sich in Entwicklung. Endlich können wir mit unserer Leistung im Training, Qualifikationen und Rennen den Kampf gegen Mercedes und Ferrari angehen und ihnen die Stirn bieten. Aber aufgepasst, eine falsche Antwort in den Interviews und die Moral sinkt. Diese Interviews haben es in sich. Eine passende Antwort innerhalb von einem Zeitlimit auszuwählen ist eher eine unüberlegte und hastige Sache, da uns einfach zu wenig Zeit gegeben wird auch alle möglichen Antworten gründlich durchzulesen. So passiert aus Hektik schnell mal eine Fehlentscheidung.

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Unsere Leistung bleibt natürlich den anderen Teams nicht verborgen und nach jedem Wochenende-Abschnitt erhalten wir eine Übersicht über unseren Charakter, der wohl eher fair oder als Egoist sich entwickelt, sowie das Interesse des eigenen und der anderen Teams. Vielleicht lockt uns Ferrari oder Red Bull mit einem Vertrag und besseren Konditionen.

So ein Rennwochenende ist lang und die Saison mit insgesamt 21 Strecken zieht sich über das Jahr. Okay, wir sind eingefleischte F1 Freak und fahren ein solches Wochenende über die komplette Distanz mit 100 Prozent Training, Qualifikation und Rennen. Selbstverständlich könnt ihr die Länge eines Wochenendes bestimmen, so mancher gibt sich mit 25 Prozent zufrieden. Hier stehen uns dann aber deutlich weniger taktische Möglichkeiten mit den Boxenstopps zur Verfügung. Doch es bleibt nicht einfach bei den Rennwochenende und die Reise von Grand Prix zu Grand Prix wird mit Einladungen zu historischen Events und Herausforderungen nett aufgefrischt. Damit haben wir dann ganz schön zu tun unser Ansehen in der Formel 1 zu stärken. Langweilig wird es in der Karriere nicht und hin und wieder so einen klassischen Boliden auch mal über einige Kurzversionen der Rennstrecken zu bewegen ein schönes Gefühl.

Leider vermissen wir einmal mehr den einst vorhandenen Koop Modus. Dieser gestaltet sich nicht direkt, sondern muss komplex im Multiplayer getätigt werden. Schade! Doch sich mit seinen Freunden messen zu können, oder dem einem Freund geht weiterhin. Alleine das sehr umfangreiche Angebot an Herausforderungen im Meisterschaftsmodus lässt euch kaum zur Ruhe kommen. …und sollte euch einmal langweilig werden, so könnt ihr mit dem Fotomodus das eine oder andere schöne Bild zaubern.


Fazit

ein hautnahes Formel 1 Erlebnis

Mit F1 2018 bringt uns Codemasters ein hautnahes Formel 1 Erlebnis in die heimischen Zimmer. Egal ob nun einfach eine Karriere starten um sich den Titel zu erkämpfen oder sich mit Freunden Rad an Rad zu messen. Codemasters hat einmal mehr alles richtiggemacht und bringt mit F1 2018 ein Spiel rund um die Formel 1 für alle Gamer! Es macht einfach unheimlich viel Spaß sich diesem Spektakel hinzugeben, um Zehntel zu kämpfen, die Pole Position herauszufahren, das Team zu unterstützen und weiterzuentwickeln um am Ende eines Wochenendes mit auf dem Siegerpodest stehen zu können.  Das britische Entwicklerteam rund um Lee Mather ging auf die Community ein, hat viel geschraubt und verbessert, es schöner und intensiver gestaltet. F1 2018, das beste Formel 1 Erlebnis nicht nur für Jung und Alt. F1 2018 ist nicht nur einfach ein Rennspiel, es ist sprichwörtlich die Formel 1 in diesem Genre! 

F1 2018 erscheint am 24. August 2018 und kann auf der gamescom angespielt werden. 

 

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