Hardware Test

[ TEST ] plantronics RIG 300HS – perfekter Einstieg

Kurz vor der gamescom kündigte plantronics die neue RIG 300-Serie an. Wir haben uns das plantronics RIG 300HS über die Ohren gestülpt und es an verschiedenen Geräten getestet. Das RIG 300HS bildet in dem Portfolio von plantronics das Einsteiger-Headset und ist zu einer UVP von nur 39,99€ Euro erhältlich. Kann plantronics die bewährte Qualität auch günstig anbieten ?

Plantronics ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Santa Cruz, California.  Alles begann 1961 in einer Garage, als sich zwei Piloten auf den Weg machten, eine Alternative zu den herkömmlichen Headsets der kommerziellen Luftfahrt zu erfinden. Das Produkt, das Courtney Graham und Keith Larkin in dieser kleinen Garage entwickelten, war mehr als nur das erste leichteste Headset der Welt. Es war die Geburtsstunde eines Unternehmens und dabei schrieb plantronics Geschichte, als Neil Armstrong vom Mond aus diese legendären Worte sprach: That’s one small step for man… one… giant leap for mankind.


Ersteindruck
vertraute Qualität, sehr günstiger Einstieg

Das plantronics RIG 300HS zeigt sich optisch im ersten Hinblick sehr ähnlich zu seinen großen Brüdern. Der allgemeine Aufbau ist geprägt von dem typischen Kopfbügel und weiteren kleinen Details. Auffallend hier ist aber der Aufbau der Ohrmuscheln, welche diesmal eher offen sich zeigen und kein geschlossenes System präsentieren. Zudem verzichtete plantronics beim RIG 300HS auf das verstellbare Kopfband. Das blaue Kabel hingegen sticht deutlich ins Auge und ist mit seinem abgewinkelten 3,5 mm Stecker nicht nur an der PlayStation 4 nutzbar. Die kleine Remote-Control-Einheit am Kabel bietet uns je einen Schiebeschalter für die Lautstärke und einen um das Mikrofon stumm schalten zu können. Den Aufbau des Mikrofon kennen wir noch vom RIG 500 Pro, auch wenn es diesmal etwas einfach an der Ohrmuschel angebracht wurde. Das RIG 300HS ist im Aufbau zwar sehr schlicht, bietet aber weiterhin die Qualität von plantronics.


Verarbeitung/ Komfort
guter Komfort, extrem leicht

Trotz der gewohnten Verwendung von Plastik aus dem Hause plantronics, bleiben die Amerikaner ihrer Linie treu hier ein sehr leichtes Headset den Gamern anbieten zu können. Diesmal ist ihnen das auch gelungen, denn nur sage und schreibe 160 Gramm (ohne Kabel) bringt das RIG 300HS auf die Waage. Vergleichbare Headsets aus dem Fernen Osten bringen locker das doppelte auf die Waage. Dabei wurde aber nicht auf einen guten Tragekomfort verzichtet. Die Ohrmuscheln sind mit einem atmungsaktiven Stoff versehen worden, so auch am Kopfbügel. Es sitzt im ersten Handshake auf dem Kopf sehr angenehm und die Spannung ist zudem fest aber nicht drückend. Diese Leichtigkeit lässt einem schon nach wenigen Minuten das Headset fast nicht mehr spüren. Einzig und alleine das fehlende Kopfband zur Verstellung vermissen wir ein wenig. Kleinere oder größere Köpfe müssen hier wohl die Einstellung an der Befestigung der Ohrmuscheln nutzen, das konnte vorher aber auch schon passieren.

Hier heißt es eigentlich nur, auspacken, zusammenstecken, aufsetzen und loszocken. Denn auch nach mehreren Stunden bleibt das Headset bequem und angenehm auf dem Kopf. Als wäre es einfach nicht da. Nur der vielleicht zu kleine Schieberegler könnte großen Fingern Probleme bereiten, hier aber gibt es eine Position um die maximale Lautstärke nicht ungewollt aufdrehen zu können.


Kopfhörer – Sound
eher Competitive statt Dynamic

Das RIG 300HS ist im Grunde ein On-Ear oder gar offener Kopfhörer, da die Ohrmuscheln nicht geschlossen sind und die 40 mm Treiber direkt an das Ohr sich lehnen. Der umpolsterte Rahmen gibt dem Headset nur einen komfortablen Halt und hat keinen Einfluß auf den Klang. Diese Bauart macht das Headset sehr leicht und der Klang ist eher an ein geschlossenes System angepasst, da die eigentlichen Treiber geschlossen bleiben.

Das RIG 300HS bietet uns einen Frequenzbereich von 20Hz -20kHz bei 32 Ohm und einer maximalen Lautstärke von 111 dBSPL/V. Dabei kann das Headset schon im ersten Moment mit einem klaren Klang überzeugen, welcher aber eher sich im Höhenbereich aufhält. Die Mitten und das Zusammenspiel mit den Höhen lassen uns jeden Sound in einem Spiel hören und ist daher ein sehr guter Begleiter in Spielen wie Fortnite, Call Of Duty oder Battlefield. Wer mehr auf Adventures wie das aktuelle Shadow Of The Tomb Raider steht, dem werden die schwachen, fast schon fehlenden, Tiefen sehr schnell aufs Gemüt schlagen. Zwar zeigen sich einige Tiefen hin und wieder mal, aber die werden eher in den letzten Reihen der Mitten zu hören sein. Dennoch ist uns in allen Spielen kein Klang, Sound oder Effekt verloren gegangen, kam verzerrt oder überdröhnt herüber. Saubere Sounds leider nur etwas zu sehr auf Competitive ausgelegt.


Mikrofon – Kommunikation
saubere Verständigung

Das Mikrofon wird dem Sound gleich und dient zur reinen und klaren Verständigung im Spiel. Hier fehlt uns ebenfalls die Dynamik und Karft, schwächelt aber in keinster Weise. Klar, sauber und verständlich ohne jetzt Dialekte oder gar Konsonanten und Vokale zu unterschlagen. In dieser Preisklasse können wir uns zufrieden zeigen und wurden weder enttäuscht noch überrascht. Da kann so manches Headset in diesem Preisbereich nicht mithalten. Flexibel, vor dem Mund positionierbar, saubere Verständigung – mehr braucht man zum Zocken nicht.


Fazit

gutes Preis- Leistungsverhältnis

Mit dem RIG 300HS eröffnet plantronics den Gamern die audiophile Kommunikation bei der Vielzahl der Games an der Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch oder gar am PC. Gewohnt überzeugende Verarbeitung bei seinem sehr leichten Gewicht und perfekten Tragekomfort, kombiniert mit diesem sauberen klaren Klang und Verständigung, ist das plantronics RIG 300HS eine erste Wahl, wenn es um ein Headset zu einem günstigen Preis geht. Für 40 Euro bekommt man hier ein überzeugendes Stereo-Headset, das niemanden enttäuschen wird. Das RIG 300HS ist das eine: mein erstes Headset an das man sich gerne später positiv zurück erinnert. 

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