Hardware Test

[ TEST ] Sound BlasterX G5 – voller Sound für die PlayStation !

Diverse Mix-Amps, virtueller Mehrkanal-Sound bei Headsets & mehr machen sich immer beliebter bei den Gamern an der PlayStation , denn der PS4-On-Board-Sound ist alles andere als ein audiophiles Hörerlebnis. Wir haben die externe Soundkarte von Creative, die Sound BlasterX G1 an die PlayStation 4 gesteckt.

Die PlayStation 4 verfügt über verschiedene Möglichkeiten den Sound ausgeben zu können. Zum ersten wäre das der Klinkeanschluß am Dualshock 4 Controller, einem USB Anschluß für passende Headsets, den Toslink für Surround-Headsets und Soundbars/ Anlagen sowie über HDMI am Fernseher oder moderne HDMI Receiver.

In der Vergangenheit konnten wir euch schon die Sound Blaster G1 vorstellen, welche aber nur den netten Einstieg in das Thema mehr Sound von der PlayStation 4 bietet. Mit einem guten Headset lässt sich auch schon mehr aus der PlayStation herausholen. Dazu konnten wir euch ebenfalls schon viele Headsets vorstellen. Doch es geht noch viel mehr, was wir euch mit der externen Soundkarte G1 schon beweisen konnten.

Es hat eine Weile gedauert, aber nun endlich ist die Sound BlasterX G% Soundkarte vollständig für die PlayStation 4 gemacht. Diese kann an allen PlayStation 4 Modellen genutzt werden. Selbst ohne Toslink (optischer Anschluß) an der Slim kommt diese zum Tragen.

Anm. d. Red.: Die PlayStation 4, alle Modelle, gibt über USB nur einen 2.0 Stereo-Sound aus, welcher von diversen Headsets, USB-Dongel, Mix-Amps zu einem virtuellen Surround-Sound gewandelt wird. 

Die Sound BlasterX G5 bietet  24bit/ 192 kHz High Resolution Sound sowie einen wahren 7.1 HD-Surround Sound. Das ist etwas was bisher kein einziges Headset trotz Mix-Amp oder USB-Dongel hinbekommen hat.

Verarbeitung

Die Sound BlasterX G5 ist in der Verpackung eingebettet wie ein Schmuckstück, eine hochwertige Uhr. Die Abmessungen betragen 110 mm/ 70 mm/ 24 mm bei einem Gewicht von nur 145 Gramm.

Alle notwendigen Anschlußkabel wurden beigelegt. dies fängt bei dem USB – MicroUSB-Kabel an und geht zum optischen Kabel mit besonderem Ende, welche vermehrt schon bei Headsets zum Einsatz kommt. Da die Sound BlasterX G5 auf getrennte Anschlüße für Sound und Mikrofon (Klinke) setzt, wäre hier sicherlich noch ein passender Adapter für die 4-poligen Klinke-Headsets wünschenswert gewesen, diese sind aber für wenig Kleingeld im Fachhandel erhältlich.

Die G5 Soundkarte ist sehr hochwertig verarbeitet und braucht sich nicht vor seinen Brüdern verstecken, welche intern in vielen PC-Gehäusen einfach verschwinden. Das Gehäuse ist zwar rundum aus Plastik, aber sämtliche Klinke-Anschlüße wurden vergoldet. Zudem wurde auf der Unterseite ein sehenswerter Gummi angebracht um mehr Standsicherheit bieten zu können.

Das Erscheinungsbild sowie die Verarbeitung kann sich auf jeden Fall sehen lassen und spiegeln die gewohnte Qualität von Creative wieder. Selbst die beigelegte Bedienungsanleitung ist in deutscher Sprache verfügbar und klar verständlich, auch wenn diese auf den ersten Blick nicht das volle Potenzial der Sound BlasterX G5 offenbart.

5 von 5 Sterne

Komfort/ Verwendung

Die Sound BlasterX G5 bietet euch unterschiedliche Anschlußmöglichkeiten. Zum einem der direkte Anschluß über das USB Kabel mit der PlayStation 4. Diese Verbindung empfehlen wir allen PS4 Slim Besitzern und der Anschluß dient auch dazu direkt mit dem PC eine Verbindung aufbauen zu können.

Beim Anschluß über USB (PS4 Slim) sollte unter Einstellungen/ Geräte/ Audio folgendes Bild sich ergeben. Die Sound BlasterX G5 wird automatisch von der PlayStation 4 erkannt. Die Lautstärkenregelung der Kopfhörer sollte zudem voll nach rechts geregelt werden.

In Verbindung mit dem PC könnt ihr euch die Treiber und zugehörige Software für mehr Individualismus herunterladen. Die getätigten Einstellungen bleiben auf der Sound BlasterX G5 gespeichert und können dann auch an der PlayStation 4 genutzt werden.

Insgesamt 3 verschiedene Profile könnt ihr dabei Abspeichern, welche sich dann über die seitliche Taste SBX auswählen lassen. Dies wird euch zusätzlich noch über 3 LEDs angezeigt. Zusätzlich steht euch noch der „Scout Modus“ zur Auswahl. Bei allen kommt der SB-Axx1 Klangprozessor samt BlasterX Acoustic Engine Pro zum Einsatz.

Ein PC wird aber nicht benötigt, da die 3 Profile, bestehend aus Shooter (1), RPG (2), Racing (3) sowie der Scout-Modus, schon aufgespielt sind und uns hier schon sehr überzeugen konnten. Wer mag kann an diesen gerne mit der Software noch mehr seinen persönlichen Geschmack einbringen.

Bei der Verwendung an der PlayStation 4 Pro sowie dem Standard-Modell der PlayStation aus dem Jahre 2013 haben wir diese, entgegen dem Anschluß laut Bedienungsanleitung, direkt mit dem optischen Ausgang der PS4 und dem optischen Eingang der G5 verbunden. Über den Toslink erhalten wir den wahren und unverfälschten Sound der PlayStation in 5.1 bei Dolby Digital und DTS bzw. 7.1 bei PCM. Ihr braucht auch nicht den Digitalen Ausgang (Toslink) als primären Ausgang auswählen, da in unserem Test, die PlayStation 4 Pro trotz HDMI Out als primären Ausgang den optischen Ausgang nutzen lässt.

In den Einstellungen unter Audioausgabe könnt ihr weiterhin HDMI Out stehen lassen. So funktioniert dennoch der optische Ausgang und bei Nutzung eines HDMI Receivers ist kein Umschalten notwendig.

Folgendes Bild sollte sich in den Einstellungen ergeben. Bitte entfernt unbedingt das Häkchen bei „Ausgabegerät automatisch umschalten“, da hier sonst immer der USB-Anschluß zum Eingabegerät wird. (das werdet ihr beim Klangbild/ Sound schnell merken und einen Unterschied feststellen).

Bei Nutzung des optischen Kabels sollte als Ausgabegerät TV oder AV Receiver stehen.

Natürlich bietet euch die Sound BlasterX G5 am Gehäuse noch eine Lautstärkenregelung sowie eine komplette Stummschaltung. Das vordere Rädchen erhält je nach Lautstärke eine unterschiedliche Lichtstärke und wie das einem einleuchtet, sollte dann  eigentlich klar sein, je lauter, desto heller der rote Schein. Mit einem Druck direkt auf das Rädchen wird der Sound komplett stumm geschaltet.

Im diesem Sinne ist der Anschluß sowie die Verwendung sehr simpel und einfach. Mit wenigen Handgriffen und einigen Änderungen in den Einstellungen der PlayStation 4 kommt die Sound BlasterX G5 zum Einsatz und ist startklar und Möglichkeiten für das persönliche Feintung sind ebenfalls noch gegeben. Auch wenn wir jetzt nicht den Treiber der G5 aktualisiert haben, es läuft tadellos, schaden kann es sicherlich nicht. Diesen findet ihr unter folgendem LINK.

5 von 5 Sterne

Das Ergebnis im Sound

Wer kennt das nicht, da schafft man sich als Gamer ein hochwertiges Headsets an, aber an der PlayStation 4 will dieses nicht so richtig zur Geltung kommen. Dies merkt man meistens erst, wenn man diese Headset einmal am PC genutzt hat oder an einer Heimkinoanlage/ Stereo-Verstärker. Das liegt daran, das die PlayStation 4 nur über einen einfachen On-Board-Sound verfügt, man sich beim PC sowieso schon eine interne (Soundblaster) Soundkarte eingebaut hat und Stereo-Verstärker/ AV-Receiver über hochwertige Audiokomponenten verfügen.

Mit der G5 erlebten wir ein regelrechtes Feuerwerk des Sounds. Hier können die High-End Headsets von Sennheiser, beyerdynamic und selbst das Roccat Khan Pro zeigen was sie eigentlich zu leisten im Stande sind. Bisher hatten man da eher das Gefühl diese liefen nur im Eco-Modus und die Sound BlasterX G5 bieten einem endlich den vollendeten Sportmodus.

Der Klang mit der G5 an der PlayStation 4 ist nun endlich kraftvoller, detailreicher, bietet mehr Volumen und Feinheiten. Mit den diversen Profilen können wir uns perfekt an das Spiel-Genre anpassen und wesentlich verliebter und tiefer in das Spiel abtauchen. Nicht zu vergessen, die Option hier sogar High-End Kopfhörer mit 600 Ω nutzen zu können (Wahlschalter L< GAIN > H) .

Wer seine G5 rein über USB an der PlayStation 4 nutzt kann einen Surround-Sound erleben, wer aber seine G5 über das optische Kabel angeschlossen hat, erlebt den wahren und unverfälschten Heimkino-Sound wie ihn das Spiel ausgibt. Dabei werden sämtliche linken Kanäle auf das linke Ohr und sämtlichen rechten Kanäle auf das rechte Ohr gelegt sowie Subwoofer und Center gut verteilt. Das alles direkt ohne virtuelle Surround-Abmischung.

Die Orginalität des Sounds der einzelnen Kanäle bleibt erhalten und sorgen immer für ein Klangerlebnis wie wir es mit einer Heimkinoanlage in 5.1 erleben. Dies macht sich vor allem bei Spielen wie zum Beispiel Uncharted, Horizon Zero Dawn oder The Last Of Us bemerkbar. Hier kommen die Surround-Back Lautsprecher richtig zur Geltung, welche bei einem virtuellen Surround eher nur als nettes „unwahres“ Beiwerk sich einmischen.

5 Sterne Plus

Extras

Natürlich kann der Sound BlasterX G5 noch mit einigen Extras aufwarten. Zu erwähnen wäre, dass er einen zusätzlichen USB Anschluß hat und euch somit der genutzte USB-Port nicht verloren gegangen ist. Damit könnt ihr weiterhin eure Controller laden oder gar eine Maus am PC/ PS4 anschliessen.

Weiter verfügt die G5 Soundkarte auch über einen optischen Ausgang. Damit könnt ihr zum Beispiel das Audiosignal an eine Soundbar weiterleiten und kein unnötiges Umstöpseln ist nötig. Dieser optischen Ein- bzw. Ausgang kann auch als Line-In genutzt werden. Das bedeutet, ihr könnt herkömmliche Klinke-Verbindungen somit aufbauen und sogar das Handy, Tablet & Co. damit verbinden.

5 von 5 Sterne


FAZIT

Die Sound BlasterX G5 ist das beste was je in Verbindung mit der PlayStation 4 passieren kann. Phänomenaler  hochauflösender Sound lässt euch tiefer und intensiver in das Spiel abtauchen. Die Mobilität und Flexibilität sowie die verschiedenen Möglichkeiten lassen diese Soundkarte in den Olymp des Sounds an der PlayStation 4 aufsteigen. Wer dazu vermehrt eSports betreibt, sollte darauf nicht verzichten! Hier werden sogar „einfache“ Headsets zu einem Orchester der audiophilen Gefühle.  


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9 replies »

  1. Zu „Über den Toslink erhalten wir den wahren und unverfälschten Sound der PlayStation in 5.1 bei Dolby Digital und DTS bzw. 7.1 bei PCM.“ – ich habe gelesen dass Lossless PCM über Toslink nur 2 Kanäle schafft, also auf Stereo limitiert wäre.

    Daher ist Bitstream (DTS) die einzig sinnvolle Option für die Übertragung mit Toslink, oder habe ich da was falsch verstanden?

    • Die Playstation 4 schafft alle 3 Tonformte. Kannst nehmen und ausprobieren was dir besser gefällt.

    • Habe das Ganze jetzt ausprobiert und bin leider ein wenig enttäuscht, der Stereo Sound ist toll, aber Surround wird (allen Anzeichen nach) nur aus einem Stereosignal virtualisiert (und nicht wie erwartet aus 5.1 oder 7.1 auf Stereo gemischt).

      Wenn ich „HDMI OUT“ als primären Ausgabeport wähle funktioniert der optische Ausgang zwar wie durch euch beschrieben, es verändert sich aber nichts im Klang, egal was ich bei „Audioformat“ angebe.
      Ich nehme also an dass der optische Ausgang dann „nur“ PCM und damit den Sound auch nur in Stereo überträgt (https://en.wikipedia.org/wiki/S/PDIF).

      Wenn ich nun den optischen Ausgang als primären Ausgabeport wähle, höre ich nur Sound wenn „PCM“ ausgewählt ist. Bei Dolby und DTS höre ich nur ein Knacken und dann Stille – der G5 scheint also tatsächlich KEIN Dolby oder DTS decoden zu können, trotz aktuellster Firmware.

    • Deine Aussage ist leider nicht richtig. Die PS4 kann über PCM bis zu 7.1 Kanäle über den optischen Ausgang übertragen. Wie in unserem Test beschrieben, erhalten wir selbst bei DTS Bitstream einen Ton. Die Frage ist, welche Quelle du verwendest. Empfehle mal The Last Of Us oder Uncharted, dort kannst du im internen Audio-Menü alles sogar anschaulich einsehen und ausprobieren.
      Ein Klang verändert sich nicht, sobald ein anderes Tonformat ausgewählt wird. Die Feinheiten des „besseren“ LFE Kanals bei DTS sind nur mit einem hochwertigen Kopfhörer oder Headsets hörbar. Auch hier gilt wie immer die persönliche Wahrnehmung. Hast du auch darauf geachtet, dass die Ausgabe über den Toslink stattfindet und nicht über USB ? Denn dieser kann nur Stereo.

  2. Nur nochmal zum Verständnis: wenn ich den G5 per Toslink an der PS4 angeschlossen habe, muss ich zusätzlich noch das USB-Kabel verwenden, wenn ich den Sprachchat nutzen will?

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