Hardware Test

[ TEST ] Turtle Beach Stealth 600 Headset

Im vergangen Herbst brachte der amerikanische Hersteller Turtle Beach ein neues Wireless Headset auf dem Markt. Wir haben das Stealth 600 uns mal gründlich auf die Ohren gesetzt.

Turtle Beach gehört mit zu den beliebtesten Headsets, nicht nur bei den Gamern an der PlayStation 4. Der amerikanische Hersteller baute deshalb sein Angebot an Produkten weiter aus und bringt auch neuste Technologien dabei mit ins Spiel damit ihr die Spiele intensiver und besser erleben könnt.

Das Turtle Beach Stealth 600 Headset wird zu einem Preis von UVP 99,99 € auf der offiziellen Webseite angeboten und ist zum Teil auf amazon.de schon für unter 90 Euro zu haben. 

Verarbeitung/ Komfort

In einem typischen und unverwechselbaren Design präsentiert sich das Stealth 600 Headset. Mit der blauen Markierung spricht Turtle Beach auch wieder gezielt die Gamer an der PlayStation 4 an. Ebenfalls sehr typisch ist auch die Verarbeitung sowie die Auswahl der Materialen.

Sämtlich Materialen beschränken sich auf das reine Plastik. Nichts neues aus dem Hause Turtle Beach. Dennoch wurde wie gewohnt alles sauber und ordentlich verarbeitet. Die Polsterung am Kopfbügel sowie wie an den Ohrmuscheln wurden mit einem weichen Stoff überzogen und geben damit dem Gamer ein Wohlbehagen. Leider wirkt die gesamte Materialauswahl mal wieder zu sehr nach Spielzeug-Plastik. Das gesamte Design ist zwar sehr gut durchdacht, so lässt es sich durch die verschiedenen Einstellmöglichkeiten an so jeden Gamer-Kopf anpassen, aber die Hochwertigkeit geht leider bei diesem Headset verloren.

Knapp 288 Gramm bringt das Stealth 600 Headset auf die Waage und reiht sich somit in das bekannte Mittelfeld mit ein. Dies ist trotz integrierten Akku für die schnurlose Übertragen sehr überzeugend, letztendlich aber auf die einfache Materialauswahl zurückzuführen. Ein Kompromiss mit dem wir dann doch leben müssen und können.

Das Headset schmiegt sich im ersten Moment wunderbar an unsere Rübe und ist auch kaum spürbar. Mit der Zeit machen sich aber die doch zu kleinen Ohrmuscheln bemerkbar und unsere Ränder der Ohren lassen uns einen Druck verspüren, der nach einigen Spielstunden sehr unangenehm wird. Zudem scheint der Winkel zwischen den Kopfbügel und den Ohrmuscheln nicht ganz optimal gewählt worden zu sein. Es rutscht uns einfach über den Kopf nach hinten weg, da wir den Druck auf unsere Ohren reduzieren wollten.

Es ist mal wieder typisch für ein Turtle Beach Headset. Die Verwendung der einfachen Materialen können uns in dieser Preisklasse nicht ganz überzeugen, zudem scheint das Headset nur für kleine Ohren gedacht zu sein auch wenn es sich wunderbar an große Köpfe anpassen lässt.

3 von 5 Sterne

Anschluss/ Bedienung

Das Turtle Beach Stealth 600 ist ein Wireless Headset und auch ganz einfach anzuschliessen. Den beiliegenden Dongle einfach in einen freien USB-Port stecken, einschalten und fertig. Keine komplizierte Verkabelung mit dem Toslink oder anderen Dingen.

Auch die Bedienung ist simpel und verständlich zu gleich. Alle Bedienelemente befinden sich auf der linken Seite. Ein Verstellen in der Handhabung oder beim Aufsetzen ist uns nicht passiert. Nur in den Möglichkeiten sollte vorab die kurze und verständliche Bedienungsanleitung zu Rate gezogen werden. Was will man mehr ? Einfach einstecken und loslegen, die PlayStation 4 erkennt das Headset automatisch. Nur die Lautstärke in den Einstellungen an der PlayStation 4 solltet ihr noch voll hochschrauben.

Euch stehen ein Lautstärkeregler, ein Regler für den Mikrofon-Monitor, die Ein- und Ausschalttaste, sowie eine Taste für die Auswahl der Sounds zur Auswahl. Dabei wird die Einschalttaste beim Betrieb zusätzlich für die Surround-Sound-Auswahl genutzt. Die Stummschaltung des Mikrofons erfolgt über das Hochklappen des ganzen Mikrofonarms. Geladen wird das Headset über das beigelegte USB-MicroUSB Kabel.

Damit die Bedienung noch einfacher wird, stellt euch Turtle Beach den Audio-Hub zur Verfügung. Damit könnt ihr das Stealth 600 immer Up-to-date halten.

5 von 5 Sterne

Kopfhörer – Sound

Beim Stealth 600 bietet euch Turtle Beach 50 mm Neodymium-Treiber mit einem Frequenzbereich von 20Hz bis 20kHz mit einer doch ausreichenden Lautstärke ohne dabei anzuschlagen oder zu scheppern.

Zusätzlich zu dem Stereo-Sound könnt ihr verschiedene Soundmodis zuschalten. So stehen euch der spieltypische Sound, ein Bass-Boost, ein Bass- und Höhen-Boost sowie ein Stimmen-Sound zur Auswahl. Alles kann noch zusätzlich mit einem Surround Sound abgemischt und damit zugeschaltet werden. Einen Bonus für die eSports-Gamer steht mit der Möglichkeit den „Superhuman-Hearing“ Sound zuschalten zu können, zur Auswahl. Natürlich kann den auch jeder normale Gamer genutzt werden. Hierbei werden Höhen und Lautstärke nochmals gezielt verstärkt.

So ist der Sound des Steahlt 600 sehr überzeugend. Wir entschieden uns dann doch vermehrt für den Bass und Höhen Boost in Abmischung des Surround Sounds. Ein wunderbares Erlebnis in den Spielen. Dennoch muss angemerkt werden, das hier sicherlich noch viel Potenzial verschenkt wurde und es ruhig noch intensiver hätte sein können. Das gesamte Volumen und die Kraft ist ausreichend und auch sehr zufriedenstellend, vermittelt aber auch das Gefühl auf halber Strecke den Fuß vom Gas genommen zu haben.

Der Sound kann sich beim Stealth 600 auf alle Fälle hören lassen und macht auch richtig Spass. Bedenkt man dabei, das die PlayStation 4 über USB eh nur einen 2.0 Sound ausgeben kann, so ist das schon mal ein Lob wert was Turtle Beach daraus macht. Dennoch wirkt es noch nicht ganz ausgewachsen.

4 von 5 Sterne

Mikrofon – Verständigung

Die Mikrophone bei den Headset von Turtle Beach konnten uns schon in den kleinen Serien sehr überzeugen. Doch beim Stealth bekamen wir vorab einen Schreck. Der Arm des Mikrofons ist nur ein kleiner „Stummel“ und lässt sich somit nicht direkt vor dem Mund platzieren. Aber wir wurden nicht enttäuscht. Das Mikrophone leistet eine überzeugende Verständigung sowohl im PS4-Chat als in den In-Game-Chats.

Die Stummschaltung funktioniert über die Armbewegung des Mikrofons. Eine einfache Bewegung nach oben/ hinten und das Mikrophon ist gemutet. Ein System welches wir von den Sennheiser-Headsets kennen.

Das Mikrofon passt, auch wenn wir es jetzt nicht direkt für den professionellen Stream oder das Kommentieren von Video empfehlen würden. Alles in allem wird hier der Gamer bestens verständlich vermittelt.

4 von 5 Sterne


Fazit

Mit dem Stealt 600 liefert Turtle Beach ein überzeugendes Headset im Sound ab. Zudem macht euch das Wireless unabhängig und bietet euch bis zu 15 Stunden ein audiophiles Erlebnis . Dabei kann auch so mancher Spaziergang zum Kühlschrank unternommen werden, ohne das gleich die Verbindung unterbrochen wird. Wer über die einfache Materialauswahl und den doch dürftigen Tragekomfort hinwegsehen kann, bekommt ein doch für die PlayStation 4 würdiges Headset mit vielen Soundoptionen. 


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1 reply »

  1. akku lebt nicht ewig,und ersetzen kann den ein normal mensch nicht, also entweder neuen hohrer kaufen,oder das dreifache beim elemktroniker auslegen.was für ein schmutziger beyschiss !!!

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