Hardware Test

[ TEST ] ViewSonic PX747-4K Beamer – ein Kinotraum !?

 Ein Fernseher kann heute für Filme, Spiele oder Sportübertragungen eigentlich nicht groß genug sein und mit einem Beamer kommt zudem so richtiges Kino-Feeling auf. Bisher konnten diese Beamer aber nur eingeschränkt und wenn dann in abgedunkelten Räumen genutzt werden. Mit dem neuen PX747-4K brachte ViewSonic einen Beamer, welcher auch tagsüber in hellen Räumlichkeiten genutzt werden kann und zudem gleich ein Bild in 4K Auflösung bietet und HDR unterstützt.

ViewSonic ist ein 1987 US-amerikanisches gegründetes Unternehmen mit Sitz in in Brea im Orange County in Kalifornien. In den Vereinigen Staaten zählt ViewSonic zu eines der bedeutendsten Unternehmen im Bereich Computermonitore, deren Produktpalette CRT-Bildschirme, Thin-Clients, Flüssigkristallbildschirme, Videoprojektoren, Plasmabildschirme, Smart Displays, HD-Fernseher, Tablet PCs, Smartphones, Notebooks und PCs sowie weitere Elektronik-Artikel umfasst. Dabei erzielt das Unternehmen einen jährlichen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar. Neben der Verpflichtung zum umweltbewussten Handeln hat sich ViewSonic auch eine Reihe von Standards für internationales Arbeitsrecht und soziale Verantwortung mit auf die Fahne geschrieben. 


Ausstattung

kann schon mal sehr überzeugen…

Der ViewSonic PX747-4K bietet, wie der Name schon sagt, eine 4K Auflösung von bis zu 3840 x 2160 Bildpunkten und unterstützt dabei die Wiedergabe von HDR (High Definition Range). Dabei können neben den bekannten Bildformaten von 4:3 und 16:9 auch das beliebte Kinoformat von 2,35: 1 (Breitbild ohne schwarze Balken) ausgegeben werden. Die 240 Watt starke Lampe liefert satte 3500 ANSI-Lumen (Lichtstärke, Helligkeit) und soll eine Lebensdauer von 4.000 – 15.000 Stunden mitbringen. Dabei kann der PX747-4K eine Bildschirmgröße von 30 Zoll bis 300 Zoll projizieren.

Neben 2 HDMI-Anschlüssen (HDCP 2.2 Protokoll samt HDR) besitzt der PX747-4K einen VGA-Anschluss, eine R232 Schnittstelle, USB und Mirco-USB Anschlüsse, einen 3,5 mm Audioeingang und einen 3,5 mm Audioausgang. Auf der Oberseite des Beamers befindet sich das Bedienpanel, welches für ein entspanntes Kino-Feeling seine Abwandlung in einer mit Hintergrund beleuchteten Fernbedienung sich übersichtlich wiederfindet. Auf der Unterseite können zwei der insgesamt 3 Füße in der Höhe verstellt werden …und falls einem keine externen Audioausgabegeräte zur Verfügung stehen, verfügt der ViewSonic PX747-4K über einen internen 10 Watt starken Lautsprecher.

So ist die Ausstattung mehr als ausreichend um auch sein (Gamer-) Heimkino einrichten zu können. Alleine die enorme Lichtstärke von 3500 ANSI-Lumen stellt die weiteren Brüder auf dem Markt in den Schatten. Das alles gibt es zudem für unter 1000 Euro (amazon.de). Schon hier kristallisiert sich ein wahrer Preisknüller in diesem Markt heraus. Mal schauen was er so leistet…


Optik, Handhabung, Bedienung

unauffällig, modern und schick 

Optisch präsentiert sich der ViewSonic PX747-4K in einem matten Weiß und lässt sich somit passend in die moderne Wohnwelt einbetten. Mit einer Größe von knapp 14 cm in der Höhe, 34 cm in der Breite und 27 cm in der Tiefe dürfte dieser auch problemlos seinen Platz finden. Dabei sollte aber bedacht werden, dass aufgrund der notwendigen Belüftung ein freies Aufstellen zu empfehlen ist und nach Hinten raus mehr Platz für die Anschlüsse als notwendig erachtet werden sollte. Der PX747-4K braucht wegen seines geringen Gewichts von unter 5 kg aber nicht auf hochwertige statische Unterlagen platziert werden. Ein einfaches Regalbrett sollte hier reichen. Wer mag kann diesen auch kopfüber an der Decke anbringen, die internen Einstellungen biegen das Bild wieder gerade.

ViewSonic legt alle notwendigen (weltweiten) Kabel für einen Anschluss bei, leider wurde ein VGA Kabel statt ein HDMI Kabel beigelegt, was sich uns leider nicht ergibt warum. Moderne Abspielgeräte verfügen alle über einen HDMI-Anschluss und der PX747-4K ist auch eher für die Wiedergabe von Blu-rays und mehr präsentiert worden. Daran sollte gedacht werden. Hierbei bitte auf den HDMI-Standard 2.1 für HDR achten.

Da wir über einen Heimkino-Receiver mit gleich zwei HDMI Ausgängen verfügen, ergibt sich auch eine schnelle und unproblematische Installation. Das CEC-Protokoll bringt automatisch ein Bild somit auf unserem 4K-Fernseher und gleichzeitig ein Bild auf den ViewSonic PX747-4K Beamer. Damit können wir mit der Einrichtung des Beamers beginnen und haben gleichzeitig eine gute Vorlage im Vergleich. So starten wir die verschiedenen Ausgabegeräte und füttern damit den Beamer, egal ob nun Sky-Box, PlayStation 4, Xbox One X oder der Blu-ray Player, alle Quellen werden immer gleich im richtigen Format ausgegeben. Etwas Fingerspitzengefühl muss bei der Einstellung der Schärfe und dem damit erkenntlichen Bild aufgebracht werden. Hierzu muss in der Mulde oberseitig des Beamers an den Rädchen für die Schärfe und dem Zoom gespielt werden. Da vermissten wir etwas die Feinjustierung.

Die weiteren Einstellungen können entweder mit dem Tasten auf dem Beamer direkt oder mit der Fernbedienung über das interne Menü vorgenommen werden. Die Menüführung gestaltet sich einfach, verständlich wenn auch gleich eine hohe Reaktionszeit sich ergibt, bis alle Fein-Einstellungen vorgenommen wurden. Der Beamer von ViewSonic bietet zwar einige Voreinstellungen, aber diese sagten uns nicht gleich zu, da immer noch das Bild auf unserem 4K-Fernseher intensiver wirkt. Hier ging dann doch etwas mehr Zeit drauf um uns verschiedene Einstellungen einstellen und abspeichern zu wollen. Immerhin wirkt ein Bild tagsüber anders als zu den abendlichen dunklen Räumen. Der ViewSonic macht das aber möglich und nach einigen Spielereien stand unser Bild. Je nach den persönlichen Ansprüchen, braucht der eine mehr Zeit und der andere wenig. Dies ist ähnlich wie bei der Kalibrierung einer Heimkino-Sound-Anlage.


Bildqualität & Darstellung

…ganz ohne Messlabor

Einmal ausgepackt, angeschlossen und das erste Bild an die Wand geworfen und schon kommt ein wenig der WoW-Effekt hervor. Wer erinnert sich nicht noch an die Tage in der Schule, wo Lehrer mit den Beamern einem etwas näherbringen wollte, die Zimmer komplett abgedunkelt werden mussten, dass man die eigene Hand vor Augen nicht mehr sah und letztendlich alles so unscharf war, das Details verloren gingen und Konturen verlaufen sind. Das war wohl mal (…ist heute leider immer noch so).

So haben wir den Beamer in einem Abstand von rund 3,20 Meter aufgestellt und ein Bild mit einer Breite von rund 2,30 Meter im 16:9 Format erhalten und das alles bei Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung. Wir konnten ein gutes aber noch verbesserungsbedürftiges Bild verzeichnen. Mit etwas Feintuning in den Einstellungen lässt sich auch die volle Leistung des PX747-4K einstellen und es kann dann auch losgehen. Dabei kann der Beamer es sicherlich in der Intensivität und Kontraste sowie Farben noch nicht ganz mit einem Fernseher aufnehmen. Aber auch hier wissen wir, leicht abgedunkelt wirkt selbst ein TV-Bild immer besser. So dann auch beim ViewSonic Beamer. Jetzt können wir die Leistung auch etwas herausnehmen um damit die Lebensdauer zu verlängern.

Das Bild kommt perfekt rüber, 4K samt HDR zeigt sich auf der Wand und mit der kraftvollen 5.1.2 Heimkinoanlage rückt der Traum vom eigenen „Kinosaal“ näher. Bemerkenswert ist hier, dass alle Konturen sehr scharf dargestellt werden, er intensive Farben zeigt und irgendwie kaum einen Unterschied zu unserem 4K-Fernseher zeigt. Okay, die Schwarzwerte stimmen nicht ganz und so verliert sich vielleicht ein wenig die Stärke der Farben, dazu muss aber schon sehr genau hingeschaut werden und der Vergleich unmittelbar zur Hand liegen. Bei abgedunkelten Räumen kommt dann wirklich Kino-Feeling rüber und Filme wie Star Wars zeigen sich dann wirklich im „Hyperraum“. Doch neben den zahlreichen Filmen, habe wir natürlich auch die aktuellen Spielekonsolen an den Beamer gestöpselt und wir können euch sagen, das aktuelle Tomb Raider macht gleich doppelt so viel Spaß. …und alles tagsüber. Sicherlich kann im ersten Moment das Bild des Beamers auch einfach an eine weiße Wand geknallt werden, wer sich aber letztendlich zu dem Feinschliff entschließt, der sollte zudem auf eine Beamerwand/ Leinwand setzen, da hier die Abstrahlwerte (Gain-Werte) nochmals für eine bessere Betrachtung des Bildes sorgen werden. Das ist ähnlich wie bei der Wahl der Boxen und die Aufstellung derer bei einer Heimkinoanlage.

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Ob nun Filme von Blu-ray in 4K oder 2K, Spiele von der PlayStation 4 oder Xbox One (X), oder gar eine vergrößerte Darstellung des heimischen PC oder Laptops, in allen von getesteten Situationen unterschiedlicher Quellen kann sich in das Bild verliebt werden und es müssen keine Kompromisse hingenommen werden. Scharfe Bilder, saubere Konturen, überzeugendes 4K Bild mit und ohne HDR. Eigentlich braucht der Kino-Fan keinen Fernseher mehr.


Fazit

der Traum vom Kino wird wahr 

Mit dem PX747-4K Beamer von ViewSonic wird der Traum vom heimischen Kino für erfüllende Filmabende und lange Spielesitzungen im Großformat wahr. Zum einem bietet ViewSonic einen Beamer für das heutige 4K samt HDR an und kann dies auch ebenbürtig zeigen und zum anderen ist das Thema Beamer für daheim endlich preislich realisierbar und läuft nicht in utopische Zahlen aus. Mit einem Preis von knapp 1000 sticht er locker so manchen Großbildfernseher aus, lässt sich einfach installieren, kann auch schnell durch seine Mobilität ein Public Viewing hervorbringen und überzeugt sowohl den Kino- und Film Fan, als auch den Gamer der einfach mehr erleben will. Der ViewSonic PX747-4K bietet viel für wenig Geld. Herausragendes Preis- Leistungsverhältnis.  


erhältlich bei Saturn.de

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