Hardware Test

TRUST EMITA MIC ARM – Endlich kein Kabelchaos mehr. ABER …

Trust Gaming ist eigentlich bekannt für gute Hardware und durchdachtes und hochwertiges Zubehör für Gamer. Wir haben den TRUST EMITA MIC ARM für euch getestet und verraten euch, ob er hält was er verspricht.



Verarbeitung & Qualität
Nicht besonders, aber solide

Bei Zubehör wie z.B. Mikrofon-Armen sind die Unterschiede oft nicht so wahnsinnig groß. Hier kann man sich nur mit den Details von der Konkurrenz abheben. Und beim GXT MIC ARM klappt das Abheben sehr gut. Wenn auch nicht in allen Punkten im positiven Sinne.

Mit dem Trust Emita GXT 252 USB-Mikro macht der Arm eine gute Figur.

Mit dem Trust Emita GXT 252 USB-Mikro macht der Arm eine gute Figur.

In Sachen Qualität bekommen wir hier guten Standard. Ein funktioneller Arm in schwarzem Aluminium inklusive Spinne um das Mikrofon befestigen zu können. Ausgestattet mit 4 Federn, die für einfaches Verstellen und Spannung auf den Gelenken des Arms sorgen, damit alles in Position bleibt. Auch die Spinne entspricht dem, was man in diesem Preissegment erwarten darf. Die Verarbeitung kann sich ebenfalls sehen lassen. Nichts klappert, wirkt billig oder schlecht verarbeitet. Auch scharfe oder ausgefranste Kanten und/oder Ecken sind nirgends zu finden. Ein Blutbad ist bei der Nutzung des Mikrofonarmes also nicht zu befürchten. Mit seiner relativ geringen Größe von 35cm x 40cm ist der Arm zudem eher für kleinere Tische geeignet.

Sehr negativ fällt hier jedoch die Klemme zur Befestigung am Tisch auf. Selbst nach dem Festziehen der Feststellschraube bleibt hier zu viel Luft, sodass der Arm etwas wackelt. Die Klemme ist onehin das größte Manko des Mikrofonarmes. Sowohl in Sachen Verarbeitung, als auch Funktionalität hat man hier den Eindruck, dass das billigste vom Billigen verwendet wurde. Ein unschöner Gegensatz zum an sonsten guten Arm. In dem Preissegment MUSS da mehr drin sein. Vor allem bei einem so wichtigen Teil wie der Tischklemme, ohne die der komplette Mikrofonarm nicht verwendet werden kann.

Die Details zum Mikrofonarm:

  • 360 Grad drehbares Design.
  • Integriertes USB-B-Kabel (290 cm).
  • Stabile Klemme zur Befestigung am Tisch.
  • 5/8-Zoll Schraubadapter
  • Mikrofonspinne für die meisten gängigen Mikrofone
  • Hält Mikrofone mit einem Gewicht bis zu 900g.
  • Armabmessungen: 35cm x 40cm (vertikal x horizontal)

Funktionen und Besonderheiten
Nicht viel unnötiger Krimskrams, aber …

Der Arm aus Aluminium hat 3 Gelenke über die er individuell einstellbar ist. Wobei nur 2 davon mit zwei Federn auf Spannung gehalten werden. Das Dritte Gelenk benötigt keine, da hier lediglich die Halterung für das Mikrofon angebracht ist. Vorteil hier: Auch die Halterung für das Mikrofon hat eine Stellschraube zum einfachen Fixieren. Dadurch bleiben auch schwerere Mikrofone in Position. Für das Anbringen des Mikros ist zudem ein Adapter enthalten, falls ihr ein anderes Mikro nutzen wollt, oder die Spinne an einem andern Mikrofonarm oder -ständer nutzen wollt. Über Stellschrauben lassen sich die Gelenke fixieren damit sie sich nicht selbstständig machen.

Eine Besonderheit ist die saubere Kabelführung. Während man bei vielen anderen Mikrofonarmen lose Kabel rumfliegen hat, oder diese mit Kabelstrapsen und Dergleichen festzurren muss, befindet sich die Strippe beim EMITA MIC ARM im Alu-Rahmen des Arms selbst. Das sorgt nicht nur für mehr Ordnung, sondern sieht auch edler aus als mit Kabelstrapsen. Auch in Sachen Platz gibt’s einen Pluspunkt. Der Arm kann platzsparend zusammen geklappt werden und nimmt dadurch nicht unnötig viel Arbeitsfläche ein.

Jetzt kommt aber das GROßE Aber. Die Zwinge, die für das Befestigen des Arms am Der Mikrofonarm kann platzsparend zusammengeklappt werden.Schreibtisch vorgesehen ist, ist auf gut deutsch totaler Murks. Zum einen weil sie nur auf einer Seite mit einer für den Tisch schonenden Gummischicht ausgestattet ist, was leider dafür sorgt, dass die Schreibtischplatte auf der anderen Seite unnötig in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, wenn ihr die Zwinge fest zieht. Und Festziehen müsst ihr das Ganze, denn sonst löst sich die Zwinge und der  gesamte Arm fällt samt Halterung nach ein paar Mal Schwenken ab.
Zum Zweiten ist die Feststellschraube zum Fixieren des Armes, damit dieser sich nicht so einfach wegdreht, mit nicht mal einer Drehung herausgedreht. Ihr könnt euch also schonmal drauf einstellen, mehr als einmal unter den Schreibtisch zu krabbeln, oder die Schraube unter irgendwelchen Möbelstücken hervor fischen zu müssen. Hier hätte es Sinn gemacht, entweder die gesamte Halterung mit dickerem Material zu entwickeln um das Gewinde für die Festellschraube tiefer zu bekommen, oder das Gewinde mithilfe einer außen liegenden Mutter zu vertiefen (vergleichbar mit einer Anschweißmutter).

Zum besseren Verständnis habe ich das Ganze im Video nochmal genauer erläutert und erklärt, warum speziell die Klemme des Mikrofonarmes ein so großer Kritikpunkt ist.

Anmerkung:
Der Ein oder Andere mag jetzt vielleicht denken, dass wir hier zu streng sind, da man ja ohne Probleme etwas unter die bemängelte Zwinge stecken kann, um Schäden zu vermeiden. Prinzipiell richtig, aber dieser Test soll das Produkt exakt so bewerten, wie ihr es zu kaufen bekommt und nicht mit Praxistipps die Mängel kaschieren.


Fazit

Wer auf seinem Schreibtisch/Zocker-Altar ein wenig Ordnung schaffen und dabei nicht auf Qualität verzichten will, der könnte mit dem EMITA MIC ARM eigentlich ganz zufrieden sein. ABER! Auch wenn der Arm dem guten Standard entspricht und vor allem durch das im Rahmen sauber gezogene Kabel punkten kann, so ist die Klemme für den Tisch der Genickbruch für den an sonsten sehr guten Mikrofonarm. Wer Schäden am Tisch vermeiden will, muss leider nachhelfen und selbst für Schutz sorgen.


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