Spiele Test

[ VR TEST ] DOOM VFR – Monsterhatz in neuer Dimension

Nach 24 Jahren schafft Doom den Sprung in die virtuelle Realität.Wir haben uns die Playstation VR Brille aufgesetzt und auf Monsterjagd begeben.

Es gibt wenig Spieleserien die auf eine so lange Historie wie Doom zurückschauen können. Das erste Doom aus dem Hause id Software erschien im Jahre 1993, unzählige Nachfolger und eine mittelgute Filmumsetzung reihten sich ein.
Da war es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis man die nächste Dimension in Angriff nimmt und auch die VR Brille aus dem Hause Sony an die Reihe kam.Und wer es noch nicht wusste, das F in Doom VFR steht für Fucking, denn auch dieses nicht unbekannte Wort hat in Doom seinen festen Stammplatz.

Das Spiel ist sowohl im Handel als auch im Playstation Store für knapp 30€ erhältlich. Die Downloadgröße der digitalen Version beträgt 14,54 Gigabyte. Auf eurer PS4 wird die Fetsplatte mit 25,72 Gigabyte belegt. Wir haben das Spiel auf einer normalen PS4 in der Version 1.02 gespielt.

Ersteindruck

Wer in Doom eine große und superinteressante Story erwartet ist leider fehl am Platz, natürlich gibt es eine Rahmenhandlung indem wir einen UAC Mitarbeiter spielen der im Zuge der Öffnung der Höllenportals auch angegriffen wird und in einem Holoanzug wieder erwacht.Der Rest der Story ergibt sich von selbst, Monster töten und versuchen das Höllenportal wieder zu schließen um dem Spuk in Ende zu machen.

Ohne großes Tamtam erscheint nach kurzer Ladedauer der Hauptbildschirm, nachdem wir nach einem Druck auf die X-Taste einen Speicherplatz wählen sowie einen von 3 (zwei weitere müssen erst freigespielt werden) Schwierigkeitsgrad erscheinen auch letztendlich  die Einstellungen des Spiels in denen wir die Steuerung der verschiedenen Eingabegeräte konfigurieren können und auch sollten da wir hier  Teleport und normaler Steuerung sowie die Gradzahl beim Drehen einstellen.

Es werden sowohl der Dualshock, als auch Move und letztendlich auch der Aim-Controller unterstützt, zu den einzelnen Steuerungsarten werden wir später noch drauf eingehen.
Und das war es dann auch schon im Hauptbildschirm, so lasst uns einen Schritt weiter gehen.

3 von 5 Sterne

Gameplay

Wie schon angesprochen spielen wir Dr Abraham Peter der direkt am Anfang des Spiels zu einem Meeting möchte, aber wegen des Patzers mit dem Höllentor den Tod findet nur um kurze Zeit später sein Bewusstsein in einem Kampf-Chassis wieder zu finden.
Mit diesem hat er auch einige Fähigkeiten die wir in einem kurzen Tutorial erlernen .

Die wichtigste dürfte das Telefragging oder Shield Burst sein, wir kennen ja aus den verschiedenen VR Titeln die Teleport-Steuerung, in Doom VFR wird diese Steuerungsart auch zum  endgültigen töten der Gegner benutzt.
Ist also ein Gegner vom vorherigen Beschuss unserer verschiedenen Waffen angeschlagen (sichtbar daran das er blau leuchtet) so müssen wir uns nur noch auf den selben Platz wo er steht teleportieren und schon platzt er in einer  Blutfontäne auseinander.
Desweiteren verlangsamt sich die Zeit während des Teleportierens so das wir auch einen leichten taktischen Vorteil im Spiel haben da wir damit auch herannahenden Projektilen noch gut ausweichen können.

Im Laufe des Spiels müssen wir Schlüsselkarten finden, Ersatzteile suchen, Informationen sammeln oder auch mal ein Feuer löschen. Dies alles wird von unserer Spielfigur in deutsch kommentiert und auch die Bildschirmtexte oder Anzeigen auf Monitoren etc im Spiel sind in Deutsch.
Desweiteren gibt es Möglichkeiten unsere Waffen auszubauen was in höheren Leveln sehr nützlich ist, aber auch so bekommen wir sehr oft wie bei Doom üblich Kanister und Kästen mit Lebensenergie , Schutzschild oder Munition die entweder auf dem Weg liegen oder von Monstern nach ihrem Ableben fallen gelassen werden.
Auch kleine Minispiele wurden mit eingestreut um zum Beispiel Codes zu knacken, diese sind relativ schnell erlernt und fordern uns nicht wirklich.

Mehr fordernd sind da schon die diversen Monster- und Dämonenarten die uns natürlich sehr oft und in Massen das Leben schwer machen wollen. Diese, ich nenne sie mal Actionphase wechselt sich mit den Erkundungstouren immer gut ab und wie es sich in Doom gehört, startet die nächste ruhige Phase erst wenn alle Dämonen etc in einem Areal vernichtet wurden. Dies bringt uns zu einem weiteren wichtigen Punkt, den verschiedenen Controllern die man benutzen kann.
Fangen wir mit den Move Controllern an, diese haben erstmal den Vorteil das wir hier die beste Immersion im Spiel haben denn so können wir unsere beiden virtuellen Hände auch wirklich nutzen und bewegen, bei Dualshock und Aim sind sie in einer festen Position am Körper und das schaut und spielt sich erstmal merkwüdig. Auch wenn die Move Controller am besten zu Doom VFR passen so schlecht ist unsere Spielfigur zu steuern, gerade in Sachen Drehung und Ausweichen was bei Doom ja sehr wichtig ist, das schiessen und zielen und die Teleport-Steuerung dagegen funktioneren dagegen sehr gut.
Der Dualshock Controller ist in Sachen Fortbewegung zweigeteilt, man kann ganz normal laufen ( Drehungen können in Grad eingestellt werden oder sind frei) oder wir teleportieren uns von einem Fleck zum anderen , gezielt wird mit den VR Headset und der dementsprechenden Kopfbewegung was auch sehr gut funktioniert.
Die virtuellen Arme sind wie schon angesprochen fest am Körper was halt nicht schön ausschaut aber man gewöhnt sich dran.
Zu letzt kommen wir zum Aim Controller, bei dem wir eigentlich eine gute Mischung aus Immersion und Bewegung haben, können wir doch mit der Aim gut zielen als auch mit den Sticks teleportieren oder normal laufen. Leider bleibt hier der linke Arm der für Granaten oder Granatwerfer zuständig ist auch in einer starren Haltung.

4 von 5 Sterne

Grafik/Sound

In grafischer Hinsicht wird uns mit Doom VFR nach langer Durststrecke wieder ein Highlight präsentiert, Man bewegt sich ruckelfrei auch in stressigen Schusswechseln durch eine teils sehr detailreiche Grafik die für eine sehr gute und dichte Atmodphäre sorgt. Die Licht und Schatteneffekte, Partikeleffekte bis hin zu den Beschriftungen der Waffen ( die man natürlich nur mit Aim oder Move richtig sehen kann) sind durchweg sehr gut geworden und machen hoffentlich Schule für so machen nachfolgenden Shooter.Das Doom VFR ab 18 Jahre freigegeben ist ist natürlich den gut zu erkennenden Gewaltdetails geschuldet bei denen wie schon erwähnt Monster platzen lassen oder Köpfe vom Hals getrennt werden können.
Auf der soundtechnischen Seite erwarten uns eine ordentliche deutsche Sprachausgabe, gute Waffen und Ingamesounds die zusammen genommen auch die bereits sehr düstere Atmosphäre verstärken Die Musik ist ok aber bleibt nun nicht wirklich im Ohr , in den Actionsequenzen wird sie naturgemäß etwas hektisch um dem Spielablauf Tribut zu zollen. Aber unsere Prioritäten bei Doom sind ja auch eher der Action zu frönen als guter Musik zu lauschen.

4 von 5 Sterne

Umfang

Da Doom VFR ein reines Singleplayer-Spiel ist kommen wir auf eine Spielzeit von ca  4- 5 Stunden. Das Ganze kann mit Sicherheit auch schneller durchgespielt werden aber diverse Herausforderungen oder Erkundungs-Extras laden ein die Level ein wenig sorgfältiger zu besuchen. Außerdem gibt es insgesamt 5 verschiedene Schwierigkeitsgrade die den ein oder anderen bestimmt zum erneuten durchspielen animieren könnten.

3 von 5 Sterne


Fazit

id Software und Bethesda haben mit Doom VFR einen Shooter auf die Playstation VR Brille gezaubert der uns begeistert und in den höheren Schwierigkeitsgraden auch ziemlich gefordert hat.
Natürlich ist der Spielablauf vorhersehbar aber hey….es ist Doom…da wollen wir keine verschachtelte Story etc sondern einen Shooter mit Monstern und Gewalt. Und beides bekommen wir in grafisch sehr schöner Form, alle bekannten Monster und Dämonenarten sind dabei. Zu bemängeln gäbe es wenn überhaupt die Steuerung bei der uns entweder was fehlt, siehe Move Controller, oder was stört (feste Position der Arme) aber damit leben wir gerne denn wir werden hier für einige Stunden sehr gut unterhalten und freuen uns schon auf das vielleicht nächste Doom, dann vielleicht auch mit Mehrspieler-Option.

4 von 5 Sterne

 

Solltet ihr euch noch etwas unsicher sein, ob das Spiel etwas für euch ist, so leiht es euch doch einfach bei Gamesflat mal aus. 


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